Wenn die Küchenschelle blüht, ist der Frühling nah

Kallmünz. Wer momentan im schönen Naabtal unterwegs ist, kann sie an den Hängen rund um die Kallmünzer Burgruine entdecken – die Küchenschelle (Foto: Felix Jung). Die Wildpflanze ist selten und geschützt. Eigentlich heißt sie ja Kuhschelle. Der Name leitet sich von der glockenförmigen Blüte ab, die an den „Halsschmuck“ von Kühen erinnert. Der oft verwendete Begriff Küchenschelle ist eine Verballhornung (Kühchen) und hat nichts mit einer Küche zu tun. Ihre hängenden, violetten Blüten werden oft mit Melancholie assoziiert. In der Naturheilkunde wird die Pflanze als Seelentröster geschätzt. Als unser Experte diese mit kundigem Blick erspäht, ist die Begeisterung groß, auch weil die Pulsatilla vulgaris (vom lateinischen „pulsare“ für „läuten“), so der botanische Name, ein Frühlingsbote ist. Jetzt hoffen wir, dass die Sonne und warme Temperaturen uns dauerhaft Freude bereiten.