Trotz kalter Nächte: Erster Spargel rund um Abensberg ist reif – aber noch kostspielig

Von Lucia Pirkl · 23. März 2026 um 19:00

Auf den Feldern im Landkreis Kelheim ist der erste Spargel reif, trotz der kalten Nächte etwas früher als im vergangenen Jahr. Die Lohnnebenkosten treiben den Preis für das Gemüse in die Höhe – doch der ändert sich mit zunehmender Menge.

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Auf den Feldern im Landkreis ist der erste Spargel reif – trotz der kalten Nächte etwas früher als im vergangenen Jahr. Die wärmenden Märzsonnenstrahlen haben auch den edlen Spitzen einen Schub gegeben.

„Die Leute freuen sich, dass es wieder Spargel gibt“, so Julia Fröhlich-Kügel vom Spargelhof Kügel, nur einer der zahlreichen Spargelanbaubetriebe rund um Abensberg. Klar gebe es noch keinen Spargel im „Überfluss“, das gebe die Witterung noch nicht her. Im Moment ist es noch Spargel der höchsten Klasse 1, der geerntet wird.

Dementsprechend müssen die Kunden noch etwas tiefer in die Tasche greifen. Und das hat seinen Grund, denn Spargelernte ist immer noch Handarbeit. Dafür setzen die meisten Spargelbauern auf Hilfe aus dem Ausland. Beim Spargelhof Kügel sind etwa 170 Erntehelfer zu Spitzenzeiten tätig, für Spargel und für Erdbeeren, nicht nur, um das Gemüse zu ernten, sondern auch um Arbeiten rund ums Feld zu erledigen. „Der Spargel ist sehr pflegeintensiv“, so Fröhlich-Kügel. Deshalb sind auch die Lohnkosten vergleichsweise hoch, lägen mittlerweile etwa bei 50 Prozent. Entgegensteuern ist schwierig: „Wir versuchen, den Betrieb stetig weiterzuoptimieren“, Stichwort Ernterobotik.

Der Preis für ein Kilo Spargel ist gerade zu Saisonanfang höher als später in der Saison, ändert sich mit zunehmender Erntemenge ständig. Für den waren Spargelfan ist der Preis ohnehin zweitrangig: „Der Spargelliebhaber gönnt sich weiterhin den Spargel“, hat Fröhlich-Kügel beobachtet, „die Frage ist nur, wie oft.“