Kommentar zu Stichwahl in Regensburg: Wahl mit Ansage

Das Ergebnis der Stichwahl ist eindeutig: Dr. Thomas Burger hat nicht nur einen unglaublichen Sprint hingelegt. Er hat mit 53,2 Prozent aller abgegebenen Stimmen auch ein eindeutiges Ergebnis eingefahren. Das bedeutet auch: Die Richtung, in die eine Mehrheit der Regensburger ihre Stadt lenken möchte, ist eindeutig vorgegeben. Regensburg tickt eher links der Mitte. Das hat Auswirkungen auf das, was Burger und sein jetzt zu schmiedendes Bündnis angehen werden.
Doch genau hier liegt auch eine Gefahr. Denn Regensburg, diese so erfolgreiche Stadt, braucht Geschlossenheit. Dass die CSU nun ihre Wunden leckt in den kommenden Wochen und Monaten – geschenkt. Wer hätte gedacht, dass die CSU – und mit Astrid Freudenstein eine durchaus auch in der Großstadt vermittelbare Kandidatin – doch noch als großer Wahlverlierer dastehen würde? Fundamentalopposition kann sich die CSU nicht leisten.
Burger jedenfalls hat Rückenwind. Den muss er nun nutzen. Für die Stadt, für ein Bündnis, das trotz der eindeutig linken Mehrheit im Stadtrat auch die konservativen Wähler, die es ja auch in großer Zahl gegeben hat, mitnimmt. Burger ist der richtige Mann, weil er für die Mitte steht.