0:1 verloren: Die DJK Vilzing hat gut gespielt, doch der 1. FC Nürnberg II war besser

Eine knappe 0:1-(0:0-)Heimniederlage musste die DJK Vilzing gegen die U 23 des 1. FC Nürnberg einstecken. Und unter dem Strich war diese verdient, denn der Nachwuchs vom Valznerweiher zeigte, warum man über weite Strecken der Saison unangefochten an der Tabellenspitze stand.
Hinzukam, dass die DJK nicht dieses Mal nicht an ihr Leistungspotenzial aus den vergangenen Wochen herankam, wo man gegen die Spitzenteams teilweise über sich hinauswuchs. Doch auch wenn die Nürnberger die Punkte am Ende mitnahmen, ist tabellarisch gesehen nahezu nichts passiert, denn keines der Kellerkinder konnte sein Spiel für sich entscheiden.
Den ersten Vorstoß der Partie wagte die DJK, so holte Haas in der vierten Minute die erste Ecke heraus. Vilzing schaffte es in der ersten Viertelstunde, den Gegner vom Tor fernzuhalten und nach vorne Akzente zu setzen. Doch gegen die extrem gut stehende FCN-Defensive gab es nahezu kein Durchkommen
In der 17. Minute ließen die Mittelfranken dann erstmals in der Partie ihr Potenzial aufblitzen. Nach einem Steckpass war Skowronek durch, doch er schoss knapp über den Kasten von DJK-Keeper Sandro Weber. In der 20. Minute nahm Vilzings Jonas Goß aus der Distanz Maß nahm, doch ehe es gefährlich werden konnte, warf sich Eberle im Strafraum in die Schussbahn.
Gegner ließ das Bällchen laufen – DJK hielt dagegen
In der 26. Minute hätten die Clubberer in Führung gehen müssen. Nach einem Ball in den Strafraum legte Skowronek mustergültig per Kopf quer auf Rau, der die Kugel direkt nahm und das Spielgerät nur hauchzart neben den Pfosten setzte. Insgesamt sahen die 605 Zuschauer eine flotte Regionalligapartie, in der beide Mannschaften ansehnlichen Fußball boten.
Über 90 Minuten gesehen geht der Sieg für Nürnberg in Ordnung.Vilzings Trainer Thorsten Kirschbaum
Auch wenn die Club-Youngster technisch versiert auftraten und das Bällchen sehenswert laufen ließen, hielt die Kirschbaum-Elf im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit Einsatz und Kampfgeist dagegen, und so ging man keinem Zweikampf auch nur ansatzweise aus dem Weg. In der 30. Minute stand Vilzings Keeper Weber im Mittelpunkt, als nach einem Chipball hinter die DJK-Abwehrkette Wiezorrek Maß nahm, doch der DJK-Schlussmann riss noch die Hände in die Höhe und parierte. Kurz vor dem Pausenpfiff konnte die DJK wieder einen Abschluss verzeichnen, doch der Abschluss von Nik Leipold war zu harmlos.
Die zweite Hälfte blieb lange sehr ereignisarm. Die Nürnberger kombinierten sich meist gefällig durchs Mittelfeld, doch am DJK-Strafraum war Schluss, da die DJK-Defensive sehr gut stand, um die Angriffe abzuwehren. Die DJK Vilzing versuchte immer wieder, Aktionen mal nach vorne zu kreieren, doch gegen die Gästeabwehr war an diesem Tage einfach kein Durchkommen.
Führung der Nürnberger nach einer Stunde
In der 63. Minute gingen die Nürnberger schließlich in Führung, just in dem Moment, als die DJK in Unterzahl agieren musste, nachdem Kufner an der Seitenlinie nach dem vorangegangenen Zweikampf, der zum Freistoß führte, behandelt werden musste. Die Freistoßflanke von Chaikhoun kam an den zweiten Pfosten, wo Wiezorrek ohne Bewacher stand und nur noch den Fuß hinhalten musste. Doch was die Kirschbaum-Elf auszeichnet in dieser Saison, ist die unglaubliche Mentalität. So ließ man sich davon nicht aus der Bahn werfen und schaltete selbst in den Angriffsmodus.
In der 65. Minute brachte Haas eine Ecke in Tornähe, Grauschopf kam an die Kugel und Lisewski im FCN-Tor schaffte es mit einer Glanzparade gerade noch, den Einschlag zu verhindern. Die DJK war in der Folge das aktivere Team. Die Franken zogen sich zurück und lauerten auf Konter. In der 76. Minute war es Wiezorrek, der nach einem Konter zum Abschluss kam, doch abermals hieß der Sieger in diesem Duell Sandro Weber. In der 81. Minute zog Gottmeier aus 25 Metern ab. Sein Abschluss wurde von Grauschopf abgefälscht, sodass die Kugel die Flugbahn änderte und knapp neben den Pfosten ging. Nürnbergs Keeper, der auf dem Weg in die andere Ecke war, wäre hier ohne jegliche Abwehrchance geblieben.
In der 87. Minute die nächste Topchance für Vilzing: Eine Ecke rutschte durch zu Jünger völlig frei stand, allerdings zu lange zögerte. In der 89. Minute probierte es Sedlaczek aus 25 Metern, doch Nürnbergs Keeper Lisewski fischte den Ball noch aus dem Winkel. In der 93. Minute parierte Weber gegen Wiezorrek und hielt die Hoffnungen der DJK auf einen Last-Minute-Ausgleich am Leben. 60 Sekunden später wäre es fast gelungen, doch Gottmeier setzte den Ball knapp übers Tor.

Das sagen die Trainer zum Spiel
Thorsten Kirschbaum (DJK Vilzing): „Über 90 Minuten gesehen geht der Sieg für Nürnberg in Ordnung. Wir haben es in der ersten Hälfte nicht ganz geschafft, die Energie auf den Platz zu bekommen wie in den letzten Heimspielen. Die zweite Hälfte war deutlich besser, auch wenn es erst nach dem 0:1 richtig gut war. Wir haben alles versucht, leider hatten wir das Quäntchen nicht auf unserer Seite.“
Andreas Wolf (1. FC Nürnberg II): „Wir waren heute das spielbestimmende Team und konnten uns in der ersten als auch in der zweiten Hälfte einige Chancen rausspielen. Wir müssen aber einfach gezielter das Tor suchen. Die letzten zehn Minuten waren dann etwas chaotisch, wir haben nur verteidigt, allerdings müssen wir das Spiel dann am Ende auch zumachen.“