Phänomenaler Abschluss von „Jugend gestaltet Freizeit“ in Bad Abbach

685 Teilnehmer waren in der diesjährigen Ausgabe von „Jugend gestaltet Freizeit“ mit 217 Beiträgen beteiligt. Der Abschluss fand in Bad Abbach statt.
Trotz des Termins für den Abschluss der Veranstaltungsreihe „Jugend gestaltet Freizeit“ der Josef-Stanglmeier-Stiftung eine Woche vor Frühlingsbeginn zog ein Christbaum im Kursaal das Interesse des Publikums mindestens genauso stark auf sich wie die Jugendlichen auf der Bühne. Wie auch die gesamte Veranstaltung ist der Christbaum aus pragmatischen Gründen hier, erklärte Bad Abbachs Bürgermeister Benedikt Grünewald (CSU) auf der Bühne: „Der Baum ist nicht zerlegbar. Und der Kursaal ist der einzige städtische Raum, der hoch genug für den Baum ist.“

Und warum die Abschlussveranstaltung in Bad Abbach und nicht in Abensberg stattfand, erklärte Uwe Brandl, Vorstandsvorsitzender der in Abensberg beheimateten Stiftung im Gespräch mit der Mittelbayerischen Zeitung am Rande der Veranstaltung: „Ich muss schauen, dass ich die Kosten zusammenhalte.“ Es habe durchaus Kritik an der Verlegung gegeben. Während die Stanglmeier-Halle in Abensberg renoviert wird, habe es sich angeboten, einen voll ausgestatteten Veranstaltungsort mit Bühne auszuwählen. Allein einen Konzertflügel zu verfrachten und neu zu stimmen, koste über 6000 Euro, sagte Brandl.
685 Teilnehmer mit 217 Beiträgen beteiligt
Besagter Konzertflügel erfuhr dann auch rege Nutzung während der Showeinlagen und Vorträge der Jugendlichen aus dem gesamten Landkreis Kelheim. 685 Teilnehmer waren in der diesjährigen Ausgabe von „Jugend gestaltet Freizeit“ mit 217 Beiträgen beteiligt.

Nach zehn Bühnenshows und Ausstellungen seit Ende Februar in Abensberg, Bad Gögging, Kelheim und Mainburg durften nun noch einmal 13 ausgewählte Jungkünstler ihre Darbietungen in Bad Abbach wiederholen. Den Auftakt machte der Oberstufenchor des Gabelsberger-Gymnasiums Mainburg unter der Leitung von Musiklehrer Reinhold Furtmeier. Mit dem mehrstimmigen Madrigal „Come Again“ eröffnete der Chor den Abend. Gewissermaßen passte der Titel ausgezeichnet zum Vortrag des Chors, der in zurückliegenden Jahren nicht immer an den Veranstaltungen teilnehmen konnte. Chorleiter Furtmeier sagte der MZ: „Der Märztermin ist dankbar, da wir oft bis zu den üblichen Terminen im November noch kein festes Repertoire einüben konnten.“ Seine Schüler freuten sich ebenso über die Teilnahme an der Veranstaltung, auch wenn sie noch am Freitag zuvor einen Auftritt zum Schnuppertag am Gymnasium hatten und am darauffolgenden Montag die Musikklausur anstand. Der Rest des Nachmittags war ebenso stark musikalisch geprägt. Ehrfürchtige Stille legte sich über den Saal, gerade als die jüngsten Künstler ihre Stücke vortrugen. Nicolas Steiner verzauberte am Flügel das Publikum mit dem Stück „Una mattina“ von Ludovico Einaudi, obwohl seine Füße vom Stuhl aus kaum den Boden berührten.
Franz Schuberts „Ave Maria“ ohne Mikrofon vorgetragen

Einen besonderen Moment lieferte Fabian Stark, als er für seine Interpretation von Franz Schuberts „Ave Maria“ ein Mikrofon ablehnte und für seine jungen Jahre mit beeindruckend starker Stimme den Saal einnahm. „Sehr aufgeregt“ sei er gewesen, sagte er nach seinem Auftritt, aber es habe sich gelohnt. Cloe Algueró Jiménez begrüßte mit ihrem selbst geschriebenen Theater- und Tanzstück „Die kleine Botschafterin des Frühlings“ die beginnende Jahreszeit.

Die Mädchen der English Ballet School Neumarkt/Kelheim brachten Bühne und Saal mit ihren Choreografien zum Beben. Und die Gruppe Power Generation setzte mit ihrer Showtanzeinlage einen knallenden Punkt ans Ende der Veranstaltung.

