Prominente Schirmherrin für die Trenck-Festspiele 2026: Ministerin Ulrike Scharf

Von Benjamin Schlegl · 15. März 2026 um 16:45

Der durchwachsene Sommer im letzten Jahr und die wenigen Neuerungen, welche es im vergangenen Jahr bei den Trenckfestspielen in Waldmünchen (Landkreis Cham) gab, dürften verantwortlich gewesen sein für leicht rückläufige Zuschauerzahlen. Dies wurde bei der Jahreshauptversammlung des Trenckvereins deutlich. Die Zukunft wird viele Neuerungen bringen.

Es wurde aber ebenso deutlich, dass der Verein die Weichen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft gestellt hat, denn die Saison 2026 wird Staatsministerin Ulrike Scharf beschirmen – und es wird mit Hochdruck und viel ehrenamtlichem Aufwand an der Neuinszenierung für 2027 gearbeitet.

Trotz leicht rückläufiger Zuschauerzahlen hatten die Trenckfestspiele auch im vergangenen Jahr deutlich über 4000 Zuschauer – und damit eine Auslastung von 84 Prozent, wie Vereinsvorsitzender Martin Frank in seinem Jahresrückblick vor 83 anwesenden Mitgliedern bilanzierte. „Vor allem bei den Massenszenen Volk- und Panduren konnten wir 2025 deutliche positive Verbesserungen erzielen, das haben auch die Zuschauer bemerkt und sich lobend geäußert“, so Martin Frank, der dem Regieteam Yvonne Brosch und Martin Frank für die engagierte Probenarbeit dankte.

Verein kümmert sich intensiv um die Neuinszenierung

Die Weichen für die diesjährige Saison, in welcher das bisherige Stück letztmals zur Aufführung kommen werde, seien bereits gestellt. Und parallel arbeitet der Verein intensiv an der Neuinszenierung unter der Regie von Thomas Stammberger. Hier konnte Martin Frank bereits knapp 1800 ehrenamtliche Stunden alleine für das erste Workshop-Wochenende nennen. Für die Weichenstellungen zum neuen Festspiel kommen außerdem noch rund 200 Stunden von Vorstandschaft und Regie hinzu.

Mit Blick auf die Mitgliederzahlen konnte Martin Frank eine bemerkenswerte Steigerung aufzeigen: So hat der Verein aktuell 695 Mitglieder, im Vorjahr waren es noch 652.

Durch die Neuausrichtung der Festspiele und die Vergabe von Rollen an alle Spieler würde die Mitgliederverwaltung verbessert, da jeder einen Steckbrief ausgefüllt habe.

Dank an die Mitstreiter und die Stadt

Am Ende des Rechenschaftsberichts dankte der Vorsitzende seinen Mitstreitern, darunter Peter Liegl für die Pflege der Homepage und Tanja Weichselmann-Fischer als Grafikerin. Auch die Stadt Waldmünchen und der städtische Bauhof würden den Verein bestmöglich unterstützen. Er lobte aber ebenso das aktuelle Regieteam, welches bereits den Probenplan für die Saison 2026 erarbeitet habe, außerdem sein ganzes Vorstandsteam für eine äußerst vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Mit vielen Bildern, präsentiert von Catalin Heumann, konnten die Mitglieder anschließend das Jahr Revue passieren lassen.

Die Trenckfamilie rückt wieder einmal eng zusammen – Die kommenden Monate halten reichlich Herausforderungen bereit. - Foto: Benjamin Schlegl

Im Kassenbericht von Barbara Löffler steckten 1230 Buchungen – und es wurde deutlich, dass der Verein für die Neuausrichtung der Festspiele die notwendigen finanziellen Grundlagen geschaffen hat.

In der Versammlung wurde außerdem die Nachwahl der Schriftführerin notwendig, nachdem Julia Bacherl in die Regieassistenz für 2027 wechselt. Hier wurde Lena Rüger von den Mitgliedern zur neuen Schriftführerin gewählt. Fünf neue Ehrenmitglieder konnte die Vorstandschaft anschließend ernennen, die dem Verein seit Jahren die Treue halten.

Beim Ausblick auf die kommenden Termine, vorgestellt von Andreas Eisenhart, wurde dann deutlich, dass der Verein vor einem großen Umbruch steht. So ist am 18. Juli ein Treffen aller ehemaligen Trencks und Kathis gedacht – und am 25. Juli ein Netzwerktreffen von Schirmherren und Ehrenpanduren. Bereits am 4. Juli bei der Hauptprobe wird die Firma QXXQ das Festspiel mit mehreren Kameras filmen – als Dokumentation von 75 Jahren Waldmünchner Geschichte. Sepp Liegl wird außerdem einen Film aus 50 Jahren Trenckfestspiele zusammenstellen, der öffentlich gezeigt werden soll.

Mit Blick auf den Probenplan: Noch einmal alles geben

Martin Kowalski stellte den Probenplan für die Saison 2026 vor: „Wir müssen noch einmal alles geben, richtig reinhauen!“ Und dann hatte Martin Frank noch eine Überraschung parat: So wird Staatsministerin Ulrike Scharf in diesem Jahr die Trenckfestspiele beschirmen.

In seinen Grußworten gratulierte Bürgermeister Markus Ackermann zum großartigen Besuch der Versammlung und dankte für das Miteinander und die Harmonie im Verein. „Ihr seid die Visitenkarte der Stadt, diese Außenwirkung ist touristisch sehr wichtig.“ Dieses umfassende Engagement gereiche der Stadt zur Ehre. Er appellierte, weiterhin so zuversichtlich zu sein und zusammenzuhalten.

Am Ende der Versammlung wurde schon ein wenig Wehmut deutlich. Der Appell von Martin Frank: „Geben wir dieses Jahr noch einmal alles, um ein wirklich grandioses Finale zu haben.“ Eigentlich habe man drei Jubiläen: „Es ist die 75. Festspielsaison und die 25. Saison mit unserer Regisseurin Yvonne Brosch. Und es ist das Ende einer Ära.“