Zollamt Regensburg überprüft 240 Arbeitnehmer zur Bekämpfung von Schwarzarbeit im Baugewerbe

Von Mittelbayerische Zeitung · 13. März 2026 um 10:29

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls (FKS) hat am Dienstag bundesweit eine Schwerpunktprüfung gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Baubranche durchgeführt, teilt das Hauptzollamt Regensburg mit, das sich auch an den Kontrollen beteiligte.

Video ansehen

Die 74 Beamten kontrollierten auf Baustellen, ob Arbeitgeber ihr Beschäftigten ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet haben, ob Sozialleistungen zu Unrecht bezogen werden oder wurden, ob Ausländer die für ihre Aufnahme einer Beschäftigung erforderlichen Arbeitsgenehmigungen bzw. Aufenthaltstitel haben und ob die Mindestlöhne eingehalten werden. Insgesamt waren 74 Zöllner in Regensburg im Einsatz.

43 Nachermittlungen werden angestellt

Sie befragten am Dienstag rund 240 Arbeitnehmer in der Oberpfalz, in Stadt und Landkreis Regensburg waren es etwa 170. Insgesamt wurden bereits vor Ort fünf Strafverfahren eingeleitet. In 43 Fällen fanden sich Unregelmäßigkeiten, die durch die FKS vom Hauptzollamt Regensburg weiter geprüft werden.

Der Zoll legt bei der Bekämpfung der Schwarzarbeit einen besonderen Fokus auf die Baubranche, wegen der volkswirtschaftlichen Bedeutung und der umfangreichen gesetzlichen und tariflichen Regelungen.

Die bundesweiten Schwerpunktprüfungen des FKS werden regelmäßig durchgeführt. Sie seien ein wichtiges Instrument zur Senkung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung und tragen zusätzlich zur flächendeckenden Aufdeckung und Ahndung von Verstößen bei.