Blitzermarathon 2026 in Bayern: Was passiert, wenn ich den Bußgeldbescheid ignoriere?

Raser aufgepasst: Am 15. April 2026 findet der Blitzermarathon in Bayern statt. Autofahrer, die dann zu schnell unterwegs sind und dabei erwischt werden, erwartet ein Bußgeldbescheid im Briefkasten. Doch was passiert, wenn das Schreiben einfach ignoriert wird? Alles Wichtige zu den entsprechenden Fristen und Konsequenzen kurz zusammengefasst.
Sie sind also geblitzt worden? Dann heißt es erst einmal abwarten. Denn ob Punkte in Flensburg, ein Fahrverbot oder nur eine Geldstrafe drohen, klärt sich erst später. Laut ADAC kann es nämlich mehrere Monate dauern, bis der Bußgeldbescheid beim Verkehrssünder ankommt. Davor kommt meist noch der Anhörungsbogen. Hier werden die Personaldaten des Fahrzeugführers abgefragt und der Verkehrssünder kann Stellung zum Vorwurf nehmen.
Die Möglichkeit zur Stellungnahme
Wer schon den Anhörungsbogen ignoriert, verliert die Möglichkeit zur Stellungnahme. Die Folge: Der Bußgeldbescheid wird an den geblitzten Fahrzeugführer gesandt. Und was passiert, wenn auch dieses Schreiben willentlich oder unabsichtlich nicht beantwortet wird? Nun, das ist aus mehreren Gründen nicht sonderlich ratsam. „Ungeprüft sollte man die Sache nicht hinnehmen“, betont der ADAC auf seiner Infoseite.
Denn es gibt viele Details, die dem Autofahrer helfen können, glimpflich davonzukommen: Ein Messfehler oder ein unscharfes Blitzerfoto können den Geblitzten bereits vor einer Strafe retten. Oft empfiehlt sich auch ein Anwalt, der auf Verkehrssicherheit spezialisiert ist und jeden noch so kleinen Trick kennt. Zum Beispiel eine zweiwöchige Einspruchsfrist.
Dann kommt es noch schlimmer
Wer aber auch diese Möglichkeit verstreichen lässt, der kommt nicht glimpflicher davon, sondern den erwischt es noch schlimmer. Mark Lutze, Anwalt von SOS-Verkehrsrecht, bringt es folgendermaßen auf den Punkt: „Einen Bußgeldbescheid einfach zu ignorieren, ist ein großer Fehler, da er nach Ablauf der Einspruchsfrist rechtskräftig wird. Danach verlieren Sie das Recht, sich gegen Vorwürfe zu wehren, und die Strafe wird auf jeden Fall vollstreckt.“
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Heißt: Es wird ernst. Im Bußgeldbescheid wird in der Regel eine Zahlungsfrist genannt. Wer diese Frist ignoriert, erhält eine Mahnung. Danach kann die Behörde einen Vollstreckungsbescheid beantragen und der Gerichtsvollzieher klingelt irgendwann an der Türe. Weigert sich der Verkehrssünder immer noch, kann sogar eine Erzwingungshaft drohen.
Das Vergessen oder Ignorieren des Bußgeldbescheids ist also in keiner Weise ratsam. Alle Experten im Netz raten dazu, sich in schweren Fällen entweder Hilfe von einem Anwalt zu holen oder zumindest die Sanktionen zu akzeptieren, damit es lediglich bei einem Verkehrsverstoß bleibt.