Große Veränderung im Rodinger Stadtrat: Elf neue Mitglieder im Gremium

Von Oliver Hausladen · 9. März 2026 um 17:00

Während es an der Spitze nach der souveränen Wiederwahl von Alexandra Riedl als Bürgermeisterin keine Veränderung gibt, werden viele neue Gesichter künftig im Rodinger Stadtrat vertreten sein.

Elf der 24 Mitglieder kommen neu hinzu. Ein Verlierer der Wahl ist die CSU, die (wohl auch durch den Wegfall einiger Zugpferde, die nicht mehr angetreten sind) zwei Sitze verlor. Dafür gewann die Landunion einen dazu. Die Freien Wähler bleiben insgesamt bei sieben Mandaten. Von den neuen Listen schafft es die AfD, gleich zwei Stadträte zu stellen. Die Frauenstimme bekam ein Mandat. Für die Linke hat es nicht gereicht.

■ CSU: Auf 22,6 Prozent der Stimmen kam die CSU. Das sind 5,3 weniger als vor sechs Jahren. Damit verlieren die Christsozialen zwei Sitze im Stadtrat und kommen nun auf fünf. Diese werden Dr. Michael Jobst (4487 Stimmen), Rainer Schwarzfischer (3793), Reinhard Kerscher (3352) sowie die Neulinge Hans Feldbauer (2160) und Johannes Krüger (1322) einnehmen. Erster Nachrücker der Liste ist Josef Menauer.

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Freie Wähler: Mit drei Listen traten die Freien Wähler im Rodinger Stadtgebiet an. Insgesamt erreichten sie damit sieben Mandate, genauso viele wie 2020. Für die Freien Wähler Stadt und Land schafften die amtierenden Stadträte Josef Pfeffer (1792 Stimmen) und Edwin Bauer (1711) den Sprung ins Gremium. Erster Nachrücker ist Hermann Weiß. Hubert Hofweber (2062), Gerhard Lehner (1766) und Ortsvorsitzender Maximilian Bauer (1272) schafften es regulär bei der Freien Wählergemeinschaft Gemeindewohl, zudem rückt Stefan Straßburger (1169) für Bürgermeisterin Riedl, die 5100 Stimmen holte, nach. Sollte während der Legislaturperiode ein weiterer Nachrücker nötig werden, wäre dies Stephan Ruhland. Für die Liste Freie Wähler Unabhängige Bürger sitzt nur noch 2. Bürgermeister Dr. Reinhold Schoierer (2016) im Gremium. Fraktionssprecher Josef Messerer hat es nicht mehr geschafft, würde aber als Erster nachrücken.

Dr. Michael Jobst (CSU) - Foto: Foto Koch
Rainer Schwarzfischer (CSU) - Foto: Foto Koch
Reinhard Kerscher (CSU) - Foto: Foto Koch
Hans Feldbauer (CSU) - Foto: Foto Koch
Johannes Krüger (CSU) - Foto: Foto Koch
Hubert Hofweber (Freie Wähler) - Foto: Foto Koch
Gerhard Lehner (Freie Wähler) - Foto: Foto Koch
Maximilian Bauer (Freie Wähler) - Foto: Bauer
Josef Pfeffer (Freie Wähler) - Foto: Thomas Mühlbauer
Edwin Bauer (Freie Wähler) - Foto: Bauer
Reinhold Schoierer (Freie Wähler) - Foto: Hausladen
Stefan Straßburger (Freie Wähler) - Foto: Straßburger
Fabian Janker (Landunion) - Foto: Janker
Michael Simml (Landunion) - Foto: Hausladen
Max Laußer (Landunion) - Foto: Laußer
Christian Lugauer (AfD) - Foto: Thomas Deutscher
Christian Schwarzfischer (AfD) - Foto: Thomas Deutscher
Andrea Leitermann (Grüne) - Foto: Lisa Brunner
Renate Hecht (SPD) - Foto: Hecht
Karsten Straßburger (SPD) - Foto: Straßburger
Sebastian Bauer (Junge Liste) - Foto: Bauer
Alexander Luger (UBW) - Foto: Foto Koch
Bettina Werner (Frauenstimme) - Foto: Foto Koch
Alfred Stuiber (FDP) - Foto: Foto Koch

■ AfD: Zum ersten Mal trat die AfD bei der Stadtratswahl an. Drei Kandidaten standen auf der Liste und zwei davon schafften den Sprung ins Gremium. Christian Lugauer (2907 Stimmen) und Christian Schwarzfischer (2786) dürfen künftig im Sitzungssaal Platz nehmen. Nachrücker ist Josef Menauer.

■ Grüne: Weiterhin einen Sitz haben die Grünen. Auch personell gibt es keine Änderung: Andrea Leitermann (873 Stimmen) wird weiter Teil des Gremiums sein. Mit 435 die zweitmeisten Stimmen holte Michael Doblinger.

■ SPD: Keine Veränderung bei der Zahl der Sitze auch bei der SPD. Es bleibt bei zwei Abgesandten im Gremium. Neben Renate Hecht (1821 Stimmen) schaffte auch Bürgermeister-Kandidat Karsten Straßburger (1219) den Sprung in den Stadtrat. Erster Nachrücker ist Landratskandidat Steve Brachwitz.

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■ Landunion: Gut gelaufen ist es für die Landunion: Statt bisher zwei hat sie künftig drei Mandate inne. Bürgermeister-Kandidat Fabian Janker holte die meisten Stimmen (2097), auch für Michael Simml (1460) und Max Laußer (1406) hat es gereicht. Als Nachrückerin stünde Manuela Blend bereit.

■ FDP: Einen ihrer bisher zwei Sitze im Stadtrat verloren hat dagegen die FDP, so dass künftig nur noch Landrats-Kandidat und 3. Bürgermeister Alfred Stuiber (2833 Stimmen) Teil des Gremiums sein wird. Für Ulrich Kraus (1264 Stimmen) hat es dieses Mal nicht gereicht. Er ist erster Nachrücker.

■ Junge Liste: Bei einem Sitz bleibt es unverändert bei der Jungen Liste. Sebastian Bauer (773 Stimmen) wird diesen einnehmen. Auf Rang zwei der Liste folgt Georg Spagl, der damit im Bedarfsfall nachrücken würde.

■ Unabhängige Bürgerliste Wetterfeld: Weiter ein Mandat holte die Unabhängige Bürgerliste Wetterfeld, so dass Alexander Luger (1138 Stimmen) auch in den kommenden sechs Jahren im Stadtrat sitzen wird. Die zweitmeisten Stimmen entfielen auf Stefan Fritsch.

■ Frauenstimme: Zum ersten Mal trat die Frauenstimme an und konnte sich auf Anhieb ein Mandat sichern. Bettina Werner (709 Stimmen) wird künftig Teil des Gremiums sein. Nachrückerin ist Elke Schwarzfischer.

■ Die Linke: Auch die Linke stellte zum ersten Mal eine Liste für die Stadtratswahl auf. Sie hat es aber nicht geschafft, ein Mandat zu erobern.

Neu gemischt: Elf der 24 Mitglieder des neuen Rodinger Stadtrats gehörten dem Gremium bisher nicht an. - Foto: Oliver Hausladen

Daten und Fakten zur Stadtratswahl

Wähler: Von insgesamt 10 231 Stimmberechtigten im Stadtgebiet nahmen 6377 an der Wahl teil, was einer Beteiligung von 62,3 Prozent entspricht. Sie ist damit im Vergleich zu 2020, wo sie bei 61,4 Prozent lag, leicht gestiegen. Nachdem 232 Stimmzettel ungültig waren, wurden am Ende insgesamt 130 157 Stimmen gezählt.

Gewinne und Verluste: CSU 29 356 Stimmen; 22,6 Prozent, –5,3; AfD: 8294; +6,4, +6,4; Grüne 3336; 2,6, –0,6; SPD 9185; 7,1; –1,7; Freie Wählergemeinschaft Gemeindewohl 22 002; 16,9; +1,9; Landunion: 14.774; 11,4, +1,0; FDP 6371; 4,9, -4,6; Freie Wähler Stadt und Land 10 245; 7,9, +0,1; Freie Wähler Unabhängige Bürger 7912; 6,1, -0,6; Junge Liste 4270; 3,6, -1,9; Unabhängige Bürgerliste Wetterfeld 6389; 4,9, -0,5; Die Linke 1929; 1,5, +1,5; Frauenstimme 5644; 4,3, +4,3.