63,5 Prozent: Maxhütter Bürgermeister Rudolf Seidl (UWM) fährt souveränen Sieg ein

Ein Favorit, der seiner Favoritenrolle mehr als gerecht wurde: Mit 63,5 Prozent setzte sich Rudolf Seidl (UWM) im ersten Wahlgang durch und bleibt damit Bürgermeister von Maxhütte-Haidhof. Federn lassen mussten CSU-Kandidat Matthias Meier (26,5 Prozent) und die SPD, deren Bewerber Daniel Mirlach auf 10,0 Prozent kam.
Gemessen an der Wahl vor sechs Jahren, hat der amtierende Bürgermeister offenbar von seinem Amtsbonus profitieren können. 2020 hatte es einer Stichwahl bedurft, um Seidl auf den Chefsessel im Rathaus zu bringen. Im ersten Wahlgang lag damals Meier im Rennen um das Bürgermeisteramt mit 38,1 Prozent noch vor Seidl (36,8 Prozent). Die Stichwahl dagegen endete mit 56,7 Prozent für Seidl.
So gingen viele Beobachter im Vorfeld von einer Stichwahl oder bestenfalls einem knappen Wahlausgang für Amtsinhaber Seidl aus. Größte Unbekannte vor dem Urnengang war dabei das Ergebnis von Mirlach, der erst vor wenigen Jahren nach Maxhütte-Haidhof gezogen war. Die SPD verlor mit dem Newcomer deutlich. Vor sechs Jahren hatte der jetzige SPD-Fraktionschef Horst Viertlmeister noch 25,1 Prozent erreicht.
Amtsinhaber legte im Vergleich zu 2020 zu
Amtsinhaber Rudolf Seidl ist klarer Wahlsieger 2026. Er hat sein Stimmenergebnis im Vergleich zur Stichwahl vor sechs Jahren nochmals um 6,8 Prozentpunkte gesteigert. Die rund 40 Gäste, die im Mehrgenerationenhaus zusammengekommen waren, um den Wahlabend live zu verfolgen, erlebten bereits mit der Meldung der ersten beiden von 20 Stimmbezirken, dass Seidl klar über 50 Prozent lag. Um 18.14 Uhr standen für den amtierenden Rathauschef 58,9 Prozent auf dem Bildschirm, und das Ergebnis wurde von da an nur noch besser. So gab es unter den zahlreichen UWM-Anhängern, die noch durch eine Delegation der Freien Wähler verstärkt wurden, die eng mit der UWM zusammenarbeiten, großen Applaus und den Stoßseufzer: „Aus is, Juhu“, als das Endergebnis über den Bildschirm flimmerte.
Die Kandidaten selbst bewerteten im Gespräch mit der MZ ihr Ergebnis. Und daraus wurde deutlich, dass eigentlich alle drei Kandidaten mit dem Ergebnis leben können. Seidl sagte: „Ich bin überwältigt. Mit Zahlen in dieser Höhe habe ich nicht gerechnet. “ Die Bürgerinnen und Bürger hätten offensichtlich Vertrauen in seine Arbeit. Die Stadt habe sich sichtbar verändert aufgrund der Impulse, die von ihm gesetzt worden seien, sagte Seidl.
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Sehr wichtig war es ihm dabei nach eigenen Worten, die Arbeit seiner Verwaltung zu loben: „Ihnen gebührt großer Dank.“ Sie hätten diese Impulse aufgenommen und zu Ergebnissen geführt. Paradebeispiel dafür seien das Thema Haushalt und die Kämmerei. „Es ist ungleich schwieriger, Haushaltszahlen für die Zukunft, für das kommende Jahr zu ermitteln, als den Haushalt erst zu machen, wenn die Zahlen schon vorliegen.“
Doch gerade die veränderte Praxis, den Haushalt bereits im Vorjahr aufzustellen, sei der Startpunkt dafür, dass die Weichen anders gestellt werden konnten. Seidl sah sein Ergebnis als eine „große Verpflichtung, die Stadt in die Zukunft zu führen“, und betonte, wie bisher mit dem Rat gut zusammenarbeiten zu wollen.
CSU-Herausforderer Matthias Meier erklärte das Wahlergebnis mit dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach Kontinuität. Die Menschen hätten offensichtlich keinen Wechsel gewollt. In unruhigen Zeiten hätten sie dazu geneigt, einem bewährten Amtsinhaber eine zweite Amtszeit zu gewähren. Daher sei das Minus auch keine „persönliche Schmach oder ein Abwatschen des Herausforderers“, sondern eine „Bestätigung für die Arbeit des Bürgermeisters“.
SPD-Neuling Mirlach zufrieden mit Ergebnis
SPD-Kandidat Mirlach zeigte sich mit seinem Ergebnis persönlich absolut zufrieden. „Als Neuling zweistellig zu werden, darüber bin ich sehr glücklich, sagte er auf Anfrage der MZ. Ihm sei es wichtig gewesen, „nicht gegen etwas zu sein“, sondern Gemeinsamkeit zu vermitteln. Das sehe er durch das Wahlergebnis bestätigt.