Gegenkandidat nimmt Bodenwöhrs Amtsinhaber Georg Hoffmann ordentlich Prozente ab

Von Jonas Neubauer · 8. März 2026 um 22:45

Die Bürgerinnen und Bürger in Bodenwöhr haben über das Bürgermeisteramt entschieden. Amtsinhaber Georg Hoffmann (CSU) setzte sich bei der Wahl gegen Herausforderer Fabian Schmid von der Bürgerliste Bodenwöhr (BLB) im ersten Wahlgang durch. Doch der junge Herausforderer erzielte mit 38 Prozent einen Achtungserfolg.

Nach der Auszählung aller Stimmen entfielen 62,0 Prozent auf Georg Hoffmann. Fabian Schmid erreichte 38,0 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,5 Prozent. Das Ergebnis fiel damit klar zugunsten des Amtsinhabers aus. Zugleich erreichte Schmid bei seiner ersten Kandidatur für das höchste Amt in der Gemeinde einen beachtlichen Stimmenanteil.

Hoffmann ist seit 2019 im Amt

Für Hoffmann bedeutet das Ergebnis den Beginn seiner zweiten Amtszeit. Der CSU-Politiker steht seit 2019 an der Spitze der Gemeinde. Damals hatte er die Wahl erstmals gewonnen und Richard Stabl abgelöst. Nun bestätigten ihn die Wählerinnen und Wähler für weitere sechs Jahre im Amt.

Der Wahlkampf war von unterschiedlichen politischen Schwerpunkten geprägt. Hoffmann setzte auf Kontinuität und verwies in mehreren Veranstaltungen auf Projekte seiner bisherigen Amtszeit. In den vergangenen Jahren seien Millionenbeträge in Bereiche wie Schule, Kinderbetreuung, Infrastruktur, Energieversorgung und Feuerwehr investiert worden. Auch laufende Vorhaben der Ortsentwicklung, etwa rund um Rathaus und Bahnhofsareal, hob er hervor. Ziel sei es, die begonnenen Projekte konsequent fortzuführen und die Entwicklung der Gemeinde weiter voranzubringen.

Amtsinhaber lag deutlich vorn

Herausforderer Fabian Schmid, der Kandidat der Bürgerliste, legte dagegen den Fokus auf die kommunalen Finanzen und die Transparenz politischer Prozesse. Dabei sprach er sich für eine stärkere Einbindung der Bürger in kommunale Entscheidungen aus. Die Auszählung der Stimmen wurde am Wahlabend im Foyer der Hammerseehalle von zahlreichen Unterstützern beider Kandidaten und interessierten Bürgern verfolgt. Mit zunehmendem Fortschritt der Auszählung zeichnete sich ab, dass der Amtsinhaber deutlich vorne lag.

Nach Bekanntwerden des Ergebnisses zeigte sich Georg Hoffmann zufrieden mit dem Wahlausgang. „Die Anspannung fällt ab, das Ergebnis steht fest“, sagte er kurz nach der Bekanntgabe durch Wahlleiter Harald Haag. Gleichzeitig sah er im Votum der Wählerinnen und Wähler einen Auftrag für die kommenden Jahre. Hoffmann wörtlich: „Der Auftrag besteht darin, die nächsten sechs Jahre letztendlich so zu gestalten, wie wir die vergangenen sechs Jahre gemacht haben. Ganz nach unserem Motto: Machen ist besser als wollen.“

Schmid kann sich erneute Kandidatur in sechs Jahren vorstellen

Auch Fabian Schmid äußerte sich am Wahlabend zum Ergebnis seiner Kandidatur. „38 Prozent – ich denke, das kann sich sehen lassen“, sagte er. Das Argument, er sei zu jung für das Amt, sehe er mit dem Wahlausgang zumindest teilweise entkräftet: „Das Argument ‚zu jung’ ist damit jetzt ein bisschen ausgeschlagen worden.“ Zugleich blickte er auf die weitere kommunalpolitische Arbeit: „Ich hoffe natürlich jetzt noch auf ein gutes Ergebnis im Gemeinderat, damit ich dort die Arbeit fortsetzen kann. Wenn es gut läuft, könnte ich mir vorstellen, vielleicht in sechs Jahren noch einmal durchzustarten.“

Mit dem Ergebnis bleibt Georg Hoffmann Bürgermeister der Gemeinde Bodenwöhr. Für den CSU-Politiker beginnt damit eine weitere Amtsperiode, in der die begonnenen Projekte fortgeführt und neue Entwicklungen angestoßen werden sollen. Die Amtszeit des wiedergewählten Bürgermeisters beginnt im Mai und umfasst erneut sechs Jahre. Die Wählerinnen und Wähler in Bodenwöhr haben damit auch auf Kontinuität an der Spitze der Gemeinde gesetzt.