Freie Wähler haben sich verzockt: Lothar Bierschneider unterliegt in Berching

Mit ihrer Vision „Berching 2050“ haben sich die Freien Wähler im Wahlkampf klar von der Bürgerliste und der CSU abgegrenzt und alles auf eine Karte gesetzt. Allerdings ging dieser Schuss nach hinten los, wie das Wahlergebnis jetzt zeigt, kommentiert MZ-Redakteur Bernhard Neumayer.
Ein neues Schulzentrum nahe der Realschule, ein Treffpunkt für Jugendliche, Betreutes Wohnen am Standort der Grundschule, zusätzlicher Wohnraum auf dem Areal der Kulturfabrik, eine neue Mehrfachturnhalle am Volksfestplatz sowie neue Fußball- und Tennisplätze für den TSV: Das alles klang zu schön, um wahr zu sein. Die Vorstellung der Freien Wähler um ihren Bürgermeisterkandidaten Lothar Bierschneider war utopisch.
Viele Fragen waren bei der „Vision 2050“ ungeklärt, unter anderem: Grundstücksangelegenheiten, Überschwemmungsgebiet, Kosten, Bauzeit? Zudem hätte der Stadtrat zunächst einmal den Beschluss für den Neubau der Grundschule am aktuellen Standort aufheben müssen. Das hätte die Minderheit FW im Gremium wahrscheinlich ohnehin nicht durchsetzen können.
Dass die Vision das Wahlkampfthema der Freien Wähler schlechthin war und eine Utopie bleibt, hat auch die Mehrheit der Wähler erkannt. Statt Bierschneider gehen nun Dietmar Zeller und Peter Hollweck am 22. März in die Stichwahl.
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