Kommentar von MZ-Chefreporter Christian Eckl: Jetzt gilt’s

Von Christian Eckl · 8. März 2026 um 20:55

Kein Zweifel: Die Regensburger haben es spannend gemacht. Allerdings eher beim Kampf um den zweiten Platz: Nach dem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Grünen-Kandidatin, die eher ein Neuling in der Stadtpolitik ist, und dem SPD-Kandidaten Dr. Thomas Burger, der erst nach einem internen Machtkampf zum OB-Kandidaten wurde, werden sich die Reihen nun schließen. Freudentaumel gab es bei der CSU, die in den vergangenen Jahren in Regensburg eher wenig zu lachen hatte: Kandidatin Astrid Freudenstein räumte mit 37,5 Prozent ziemlich deutlich ab.

Leseempfehlung: Unser Liveblog vom Wahltag könnte Sie auch interessieren.

Doch wird sie weiter mobilisieren können, oder geschieht nun das, was bereits im Wahlkampf zu erleben war? Alle anderen gegen die CSU und ihre Kandidatin? Man wird sehen. Sicher ist, dass Freudenstein es mit Sigloch leichter gehabt hätte in der Stichwahl. Burger ist nämlich auch im konservativen Lager durchaus wählbar.

Allerdings wird er auch zu kämpfen haben: Einen solchen Abstand von fast 19 Prozentpunkten zu drehen, ist nicht einfach. Gelungen ist das zwar bei der OB-Wahl 2020, doch da trat Freudenstein gegen die Amtsinhaberin an und unterlag mit nur knapp 1000 Stimmen. Im Landkreis unterlag der CSU-Kandidat klar gegen die Amtsinhaberin Tanja Schweiger. Die Bürger setzen auf Kontinuität trotz bürgerlicher Alternative. Fraglich ist, wem die Regensburger in zwei Wochen ihre Stadt anvertrauen.