Mit großer Vorfreude ans Werk: Beilngries hat eine neue evangelische Pfarrerin

Die Zeit der Vakanz hat ein Ende gefunden, die evangelische Kirchengemeinde Beilngries hat wieder eine Pfarrerin: Laura Poirot hat zum 1. März diese Aufgabe übernommen. Am nächsten Sonntag, 15. März, steht der feierliche Einführungsgottesdienst an.
Die Gläubigen in der Region wissen, dass es ein langwieriges Unterfangen war, die Nachfolge des im Herbst 2022 verabschiedeten Pfarrers Hans-Michael Hechtel zu regeln. Dreieinhalb Jahre der Vakanz zogen ins Land. Umso freudiger war die Mitteilung, die Dekanin Christiane Murner vor einigen Wochen machen konnte: Mit Laura Poirot kommt zum 1. März eine neue Pfarrerin nach Beilngries, Dietfurt und Berching.
Die 32-Jährige, die zuletzt in Ingolstadt tätig war, spricht im Vorstellungs-Interview mit unserer Zeitung ein großes Lob aus – und zwar an die Ehrenamtlichen, die sich in den vergangenen Jahren so sehr engagiert haben, um gemeinsam mit den Hauptamtlichen, die Beilngries in Teilen mitbetreut haben, das kirchliche Leben am Laufen zu halten. Offener Bibeltreff, Familienarbeit – es sei einiges entstanden und eine gute Basis gegeben.
Von der Region und den Menschen begeistert
Überhaupt sind es ausschließlich positive und optimistische Worte, die Laura Poirot für ihre neue Wirkungsstätte findet. Gemeinsam mit ihrem Mann und der kleinen Tochter lebt sie inzwischen in Beilngries – und ist ganz begeistert von der Region und den Menschen. Man könne und werde sich hier definitiv wohlfühlen und sie freue sich enorm auf die Tätigkeit in der evangelischen Kirchengemeinde.
Aufgewachsen ist Laura Poirot in der Nähe von Würzburg. Ihr Studium führte sie nach Wuppertal, Paris und Göttingen. Insbesondere die Zeit in Paris prägt ihren Lebensweg bis heute. Sie hat dort ihren Ehemann kennengelernt, der mit ihr nach Deutschland kam. Gerne reist die junge Familie weiterhin nach Frankreich, das Land liege ihr sehr am Herzen, berichtet Laura Poirot. Und nachdem in Frankreich auch die Kulinarik eine wichtige Rolle spiele, sei Beilngries mit seiner exzellenten Gastronomie natürlich ein wunderbarer Ort zum Leben, sagt die 32-jährige gut gelaunt.
Mit großer Vorfreude geht sie auch die Arbeit als neue evangelische Pfarrerin an. Sich einen Überblick verschaffen, die Menschen kennenlernen, mit dem Kirchenvorstand austauschen und dann gemeinsam die vorhandenen Stärken nutzen, gibt sie als die nächsten Schritte aus. Eine klare Botschaft hat sie an die Gläubigen in Dietfurt, die bekanntlich auf absehbare Zeit ihr Gotteshaus vor Ort verlieren werden: „Nur weil es dort dann kein Gebäude mehr gibt, sollen sich die Menschen nicht vergessen fühlen.“ Es werde auch ohne das Gotteshaus Möglichkeiten geben, Kirche erlebbar zu machen.
Als Kirche die Menschen erreichen
Überhaupt schildert Laura Poirot ihr Verständnis von Kirche und Arbeit als Pfarrerin so, dass die Menschen in ihrem Leben, mit den Herausforderungen und Fragen der jeweiligen Zeit, erreicht werden sollen. Gerne dürfen es dafür auch neue Ideen und kreative Ansätze sein. Beispielsweise betreibt Laura Poirot einen Instagram-Account mit dem Namen kreideglanz_firlefanz, dem mehr als 2000 Menschen folgen. Im Mittelpunkt stehen dabei Botschaften, die mit Kreide auf der Straße angebracht sind – beispielsweise „Vielleicht bist du der Grund, warum jemand an das Gute im Menschen glaubt“. Es könnte schon sein, dass auch in Beilngries mal die eine oder andere Kreidebotschaft entsteht. Und auch sonst bringe sie natürlich einige Ideen mit, die sich hier in der Region bestimmt gut umsetzten lassen dürften, ist von Poirot zu erfahren.
Am Sonntag, 15. März, wird in der Beilngrieser Christuskirche der Einführungsgottesdienst gefeiert. Beginn ist um 10 Uhr. Es wird eine schöne musikalische Gestaltung durch einen Chor aus Berching sowie das Orgelspiel von Reinhold Meiser geben. Und im Anschluss an den Gottesdienst ist ein Empfang mit nettem Beisammensein geplant, an dem man die neue Pfarrerin Laura Poirot kennenlernen kann – und sich gemeinsam darüber freuen, dass die Zeit der Vakanz ein positives Ende gefunden hat.