Nach Angriffen gegen Iran: Demonstranten feiern in Deutschland Tod von Ali Chamenei

Von Passauer Neue Presse · 2. März 2026 um 05:00

Angesichts der Militärschläge auf den Iran und des Todes von Religionsführer Chamenei gehen in Deutschland Tausende auf die Straßen. Sie hoffen auf eine bessere Zukunft für den Iran.

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Nach dem Tod des iranischen Staatsoberhauptes und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei sind in Deutschland zahlreiche Menschen auf die Straßen gegangen. Unter anderem demonstrierten sie in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt für Freiheit im Iran.

Freudenfeiern in Berlin

In Berlin versammelten sich am Sonntag laut Polizei mindestens 1800 Menschen am Brandenburger Tor. Für die Veranstaltung „Freiheit für Iran unter Führung von Prinz Reza Pahlavi“ waren 5000 Menschen angemeldet. Es wurde getanzt und gefeiert, wie ein dpa-Reporter beobachtete. Rufe wie „Iran, Iran“, „Danke USA“, „Danke Trump“ oder „Danke Bibi“ seien zu hören gewesen. Mit „Bibi“ ist der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gemeint. Israel und die USA hatten den Iran am Samstag angegriffen.

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Bereits am Samstag waren in der Bundeshauptstadt rund 1800 Menschen in einer Demonstration vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor gezogen. Nach den Meldungen über den Tod des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, gab es am Abend weitere Versammlungen. Bis in die Nacht zum Sonntag hinein hätten Menschen nach Polizeiangaben größtenteils „ausgelassen und friedlich“ gefeiert.

Unter dem Motto „Freiheit für den Iran“ kamen in Düsseldorf etwa 5000 Menschen zusammen. Viele Teilnehmer, darunter Exil-Iraner, reagierten mit Jubel auf die Nachricht von Chameneis Tod. Es wurden „USA!“-Rufe laut, einige Demonstranten tranken Sekt. Viele Teilnehmer trugen Plakate mit Bildern von Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, der sich als Übergangsführer des Irans ins Spiel gebracht hat. Andere schwenkten Flaggen des Iran, Israels, Deutschlands und der USA.

In Frankfurt demonstrierten nach Angaben der Polizei insgesamt 750 Menschen bei zwei Demonstrationen. Aktivistin Nasrin Jalali sagte dort: „Wir feiern heute den Tod von dem größten Diktator auf dieser Welt, Chamenei.“

Demozug in München am Samstag

In München zogen der Polizei zufolge am Samstag in der Spitze bis zu 500 Menschen in einem Aufzug durch die Stadt bis zum US-Konsulat. In Nürnberg und Erlangen versammelten sich am Samstagabend jeweils mehr als hundert Demonstranten. Vereinzelt richteten sich die Kundgebungen demnach auch gegen die Militärschläge im Iran.

Journalisten auf Nahost-Demo in Nürnberg angegriffen

Journalisten sind in Nürnberg auf einer Demonstration zum Konflikt zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten angegriffen worden. Einzelne Teilnehmer hätten diese beleidigt und tätlich angegangen, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei ermittelt nun gegen die Verdächtigen.

An der Kundgebung beteiligten sich nach Angaben der Polizei in der Spitze etwa 150 Menschen, die Stimmung war zwischenzeitlich hitzig. Die Polizei musste demnach mehrfach einschreiten.

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So sei es zu einer Schubserei gekommen, als sich ein Mann mit einer Israel-Flagge der Kundgebung genähert habe, sagte der Polizeisprecher. Außerdem mussten die Polizeikräfte Teilnehmer der Kundgebung und eines Gegenprotests mit vier Personen trennen.