Dubai, Abu Dhabi, Doha: Tausende Menschen nach Angriffen in Nahost an Flughäfen gestrandet

Von Passauer Neue Presse · 1. März 2026 um 13:41

Eine Rauchwolke, verursacht durch einen iranischen Angriff, ist im Hintergrund zu sehen, während Flugzeuge der Emirates nach der Schließung des Flughafens auf dem Dubai International Airport geparkt sind. - Foto: Altaf Qadri/AP/dpa

Wegen der militärischen Eskalation im Nahen Osten kommt der Luftverkehr in großen Teilen der Region weitgehend zum Erliegen. Zahlreiche Lufträume wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen, Tausende Reisende saßen fest oder mussten umgeleitet werden.

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Nach Angaben der Plattform Flightradar24 wurden an sieben großen Flughäfen mehr als 3400 Flüge gestrichen – darunter in Dubai, Abu Dhabi und Doha.

Die Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate kündigte eine „vorübergehende und teilweise“ Sperrung des Luftraums an. In Dubai wurden alle Flüge am internationalen Flughafen DXB sowie am Al Maktoum Airport (DWC) bis auf Weiteres ausgesetzt.

Auch Lufthansa setzte Flüge aus

Auch in anderen Teilen der Region ist der Luftverkehr stark eingeschränkt. Der Flughafen Tel Aviv bleibt voraussichtlich bis Montag gesperrt. Auch der Luftraum in Katar, Kuwait sowie in Teilen Syriens ist geschlossen. Mehrere internationale Airlines, darunter Lufthansa, British Airways und Turkish Airlines, setzten Flüge in die Region aus oder änderten ihre Routen.

Betroffene Passagiere sollten sich über die Webseiten ihrer Fluglinien informieren. Israel und die USA hatten am Samstagmorgen koordinierte Raketenangriffe gegen Ziele im Iran gestartet. Teheran griff im Gegenzug mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion an. Die israelische Armee hat dabei nach eigenen Angaben Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet.

Auch Kreuzfahrtschiffe betroffen

Neben dem Flugverkehr geriet auch der Schiffsverkehr in der Golfregion ins Stocken. Das Kreuzfahrtschiff „MSC Euribia“ mit mehr als 6000 Passagieren lag Berichten zufolge in Dubai fest, eine geplante Orient-Kreuzfahrt wurde abgesagt.

Vom deutschen Anbieter TUI Cruises liegen die Kreuzfahrtschiffe „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ fest. „Die Sicherheit unserer Gäste und der Crew hat für uns jederzeit oberste Priorität“, hieß es auf der Website des Anbieters. Eine planmäßige Durchführung der Reisen sei derzeit nicht verantwortbar.

Dubai meldet Schäden und Verletzte bei Drohnenabwehr

In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emirate sind bei der Abwehr von Drohnenangriffen zwei Menschen verletzt worden. Trümmerteile seien in die Höfe von zwei Wohnhäusern gefallen, teilte das Medienbüro von Dubai mit. Explosionsgeräusche in der Stadt seien auf Abfangraketen zurückzuführen, hieß es weiter.

Bereits am Samstag war es im Zuge der aktuellen Eskalation zu einem Feuer am bekannten Luxushotel Burj al Arab gekommen. In Behördenangaben war von einem „kleinen Brand“ die Rede. Ein Video zeigte aber, dass es an der Außenwand des mehr als 300 Meter hohen Wolkenkratzers über mehrere Stockwerke hinweg brannte.

Frau und Kind in Abu Dhabi verletzt

Auch in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate kam es zu einem ähnlichen Vorfall. Nach Angaben des Medienbüros von Abu Dhabi wurden eine Frau und ihr Kind leicht verletzt, als Trümmer einer abgefangenen Drohne die Fassade eines Gebäudes der Etihad Towers trafen.

An dem Wahrzeichen der Stadt entstand geringer Sachschaden, hieß es weiter auf X. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, keine Gerüchte zu verbreiten und Informationen nur aus offiziellen Quellen zu beziehen.