Bürgermeister kontert BI-Kritik
Bad Abbach. Mit einem „Offenen Brief an alle Haushalte“ hatte die Bürgerinitiative (BI) „Pro Therme“ einmal mehr zu einem kritischen Rundumschlag ausgeholt. In dem Schreiben, an dessen Ende die BI-Mitglieder Josef Geitner, Jochen Wollenweber, Martin Wittal und Ralph Schäfer namentlich genannt sind, geht es nicht nur um den geplanten Verkauf der Kaiser-Therme, sondern auch um das Inselbad.
Am Ende der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats äußerte sich Bürgermeister Benedikt Grünewald zu dem Flugblatt. Mit Blick auf die Kaiser-Therme versuche die BI einmal mehr, durch Falschaussagen „einen demokratischen Prozess zu diskreditieren“.
Die Mitglieder des Marktgemeinderats und er selbst hätten sich in den vergangenen Jahren große Mühe gegeben, um zu einer tragfähigen Lösung für die Rettung der Therme zu gelangen, unterstrich Grünewald.
Was in Zusammenarbeit aller Beteiligten, auch des Landkreises und des Bezirks Niederbayern, beschlossen worden sei, müsse nun endlich akzeptiert werden.
Auch beim Inselbad verwahrte sich Grünewald gegen Vorwürfe der BI. Im „Offenen Brief“ heißt es unter anderem, dass mit dem anstehenden Umbau zum Naturbadesee „4,9 Millionen Euro investiert werden, ohne dabei für die Sicherheit der Kinder zu sorgen“. Derlei Aussagen „kann ich nicht nachvollziehen“, erklärte der Bürgermeister. In der Umgebung gebe es zahlreiche Weiher – „ich wüsste nicht, dass einer davon eine Gefahr für Kinder ist“.
Den Vorwurf, dass die Kläranlage für sieben Millionen Euro verkauft worden sei und „diese Kosten nach der Wahl auf jeden Bürger umgelegt“ würden, nannte Grünewald „schlichtweg eine Verleumdung“. Die Abwasseranlage sei an den Abwasserzweckverband übergegangen (beim Zusammenschluss der Marktgemeinde und des Verbandes; Anm. der MZ). Der Wert sei bereits bisher von der Marktgemeinde in die Gebührenkalkulation einbezogen worden, und auch beim Abwasserzweckverband werde dies so sein. Eine zusätzliche Umlage werde es nicht geben, unterstrich der Bürgermeister.
Das Gremium zollte dem Bürgermeister einhellig Beifall und Zustimmung für seinen Standpunkt. Das Flugblatt der BI endet mit dem Aufruf, bei den Wahlen am 8. März „gegen den weiteren Stillstand“ zu stimmen.
Benedikt Grünewald erklärte in seiner Stellungnahme im Marktgemeinderat, dass die Bürgerinnen und Bürger zu entscheiden hätten, „welchen kommunalpolitischen Kurs man in Bad Abbach weiterfährt“: „Machen wir Kommunalpolitik mit Ehrlichkeit und Seriosität oder mit Lügen und Falschdarstellungen?“