Kürzinger will sparsam wirtschaften

Waldmünchen/Sinzendorf. Mehr als 40 Bürgerinnen und Bürger sind zum Wahlkampfabschluss der PWL – der Parteifreien Wählerschaft Land, Untergruppierung der Freien Wähler Waldmünchen – ins Dorfzentrum nach Sinzendorf gekommen. Unter den Gästen befanden sich mehrere Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat.
Den Auftakt übernahm Alois Gschwendtner, PWL-Kandidat aus Sinzendorf. Im Mittelpunkt des Abends stand die Vorstellung von Wolfgang Kürzinger, Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler. Geboren ist er in Neumarkt in der Oberpfalz, kam er als Jugendlicher erstmals nach Waldmünchen. „Der Liebe wegen“ sei er irgendwann auf Dauer geblieben, erzählte er schmunzelnd. Heute ist er mehrfacher Vater und mittlerweile auch Großvater. Beruflich leitet er die Arbeitsagentur Cham/Bad Kötzting, daneben bewirtschaftet er mit seiner Familie und Angestellten einen Bio-Bauernhof.
Inhaltlich setzte Kürzinger seine Schwerpunkte. Ein wichtiges Projekt sei die Veranstaltungshalle, die Vereinen und Bürgern Raum für Zusammenkünfte und kulturelle Veranstaltungen bieten soll. Für welche Variante man sich am Ende entscheidet, ob TV-Halle oder Jahnplatz, Neubau oder doch Sanierung, seien Dinge, die der neue Stadtrat entscheiden müsse.
Breiten Raum nahm das Thema Wirtschaft ein. Viele Menschen pendelten täglich zur Arbeit – „es geht mehr raus als rein“, so Kürzinger. Zwar seien die Gewerbesteuereinnahmen derzeit gut, dieses Geld müsse jedoch sinnvoll und nachhaltig eingesetzt werden. Für die Zukunft brauche es zudem neue, kleinere Gewerbeflächen, um Betrieben Entwicklungsmöglichkeiten zu geben und gezielt Neuansiedlungen zu ermöglichen. „Wir brauchen einen Plan für die Zukunft“, betonte er.
Die finanzielle Situation sprach der Bürgermeisterkandidat an. Die sei in der Stadt aktuell zwar gut, dennoch seien die Mittel knapp, auch Förderprogramme könnten künftig geringer ausfallen. Umso wichtiger sei es, vorhandene Gelder effizient einzusetzen. Die kommenden Jahre würden interessant werden.
Sein politischer Stil lasse sich mit drei Worten beschreiben: „pragmatisch, praktisch, einfach“. „Gemeinsam besser“ sei der Leitsatz.
Ein weiteres Anliegen sei der Ausbau des Tourismus als Wirtschaftsfaktor. Dieser solle enger mit der heimischen Gastronomie verzahnt werden, um zusätzliche Wertschöpfung vor Ort zu schaffen und neue Impulse zu setzen. Für einen bodenständigen Abschluss seiner Vorstellung sorgte Kürzinger mit einer besonderen Geste: Er verteilte Salamis aus einer „Kürzinger Kuh“ an die Anwesenden.
Im Anschluss stellten sich die anwesenden Kandidatinnen und Kandidaten der PWL vor. Ebenso präsentierten sich Vertreter der Jungen Wähler Waldmünchen sowie der Freien Wählergemeinschaft Waldmünchen.