Wirt schmeißt hin: Ab März ist das Neumarkter Johanneszentrum ohne Pächter

Von Thilo Eggerbauer · 25. Februar 2026 um 17:00

Schon wieder ein Wechsel im Neumarkter Johanneszentrum: Nach nur zwei Jahren endet zum Monatsende das Kapitel des aktuellen Pächters Antonio Grgic, und das Haus steht erneut vor einem Neuanfang. Doch wie geht es jetzt weiter?

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„Bislang gibt es noch keine Interessenten. Aber für jeden Käfig findet sich der passende Vogel“, sagt Kirchenpfleger Franz Ebenhöch. Die Suche nach einem neuen Pächter läuft in der Pfarrei St. Johannes derzeit auf Hochtouren.

Wirtschaftlich sei die Pfarrei St. Johannes zwar nicht auf den Betrieb des Johanneszentrums angewiesen, doch die kulturelle Bedeutung des Hauses für Neumarkt ist hoch. „Es ist der einzige große Veranstaltungsort in der Stadt. Viele Vereine und Initiativen sind darauf angewiesen.“ Ohne Pächter stehe das Haus vor Problemen: „Wenn es nicht bald einen Nachfolger gibt, könnten sich die Stammtische auflösen.“

Bisheriger Pächter hinterlässt Lücke

Für bereits gebuchte Veranstaltungen wie den Auftritt des Kabarettisten Helmut Schleich besteht jedoch keine Sorge: Diese finden wie geplant statt, neue Buchungen werden vorerst nicht angenommen. Grgic, der aus persönlichen Gründen zurücktritt, übernimmt weiterhin die Bewirtung einzelner Termine, so Ebenhöch.

Der bisherige Pächter ist für viele Neumarkter kein Unbekannter. Zehn Jahre lang führte er das Restaurant „Pepe“ am Unteren Markt, bevor er im März 2024 das Johanneszentrum übernahm und mit einer deutsch-kroatischen Karte eigene Akzente setzte.

Pfarrei St. Johannes ist offen für neue Konzepte

Für die Nachfolge hat Ebenhöch eine klare Vorstellung: „Ideal wäre ein Ehepaar oder eine Familie, die aktiv im Betrieb mitarbeitet. Bei einem Haus dieser Größe, das sechs Tage die Woche geöffnet ist, sind Zeit und Personal entscheidend.“ Die vergleichsweise niedrige Pacht spiele dabei nur eine geringe Rolle. Stärker ins Gewicht fielen die Nebenkosten für Strom, Wasser und Heizung.

Trotz der Herausforderungen ist die Pfarrei offen für neue Konzepte: „Darüber lässt sich reden. Wir sind zeitlich nicht gebunden“, sagt Ebenhöch. Wichtig sei vor allem, dass das Johanneszentrum nicht leersteht – nur so könne die lebendige Atmosphäre für Vereine, Stammtische und kulturelle Veranstaltungen erhalten bleiben.