Reichsbürger-Verdacht: Bei SEK-Einsatz im Landkreis Cham vier Gewehre sichergestellt

Mitte Januar hat ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei im westlichen Landkreis Cham die Wohnhäuser von drei Männern durchsucht. Das Trio – 57, 60 und 70 Jahre alt und deutsche Staatsangehörige – steht im Verdacht, der Reichsbürgerszene anzugehören. Jetzt wurde auf Nachfrage des Bayerwald-Echos bekannt, dass die Beamten bei der Aktion zu Jahresbeginn vier Gewehre sichergestellt haben.
Die drei Männer, die während der Durchsuchung auch vorübergehend in Gewahrsam genommen worden waren, befinden sich nach Auskunft der Behörden nach wie vor auf freiem Fuß. Ob die vier Gewehre illegal beschafft oder rechtmäßig besessen worden sind, werde derzeit von der Kriminalpolizei geprüft. Weitere Hintergründe zu dem Fall wollte das Polizeipräsidium Regensburg mit Verweis auf umfangreiche Ermittlungen nicht bekanntgeben. Die Ermittlungen laufen beim Fachkommissariat für Staatsschutz der Kripo Regensburg.
Polizei leitet im Januar zwei Strafverfahren ein
Im Januar hatte die Polizei mitgeteilt, dass die drei Männer im Verdacht stehen, der Reichsbürgerszene anzugehören und auf illegale Art und Weise über Schusswaffen zu verfügen. Gegen zwei Personen waren damals laut Polizei Strafverfahren eingeleitet worden.
Auf Grundlage von mehreren richterlichen Durchsuchungsbeschlüssen und mit Unterstützung eines SEK (Spezialeinsatzkommandos) waren die Wohnhäuser der drei Tatverdächtigen, die unweit voneinander entfernt wohnen, durchsucht worden. Während dieser Maßnahmen wurden laut Polizei unter anderem die vier Gewehre gefunden und sichergestellt.