Freistaat fördert Dorferneuerung in Saltendorf mit einer Million Euro – So geht es weiter

Mit Freude haben die Einwohner des Teublitzer Stadtteils Saltendorf kürzlich die Mitteilung des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz aufgenommen, dass die Dorferneuerung für ihren Ort offiziell angeordnet wurde. Für die Umsetzung der geplanten Projekte stehen zunächst eine Million Euro zur Verfügung. So geht es nun weiter.
Die Dorferneuerung beschäftigt Saltendorf schon seit 2019. Damals hatte die Stadt Teublitz beim Amt für Ländliche Entwicklung einen Antrag auf eine „einfache Dorferneuerung“ nach dem Förderprogramm für Ländliche Entwicklung in Bayern gestellt. Dieses Ansinnen hatte Erfolg und zu einer Interessenveranstaltung kamen über 130 Bürger in das Mehrgenerationenhaus. Auf Anhieb erklärten sich 19 Interessenten bereit, in einem Organisations- und Vorbereitungsteam mitzuarbeiten.
Zu einer Arbeitskreissitzung kam es im März 2023, bei der vom ALE bekanntgegeben wurde, dass anstelle einer „einfachen Dorferneuerung“ ein vollständiges Dorferneuerungsverfahren durchgeführt werden soll. Dies bringt für die Stadt Teublitz die Abrufbarkeit höherer Fördergelder mit sich. Seitdem wurden weitere Sitzungen mit der Dorfgemeinschaft abgehalten, es gab mehrere Arbeitsrunden und einen intensiven Seminartag an der Schule der Dorf- und Landentwicklung Abtei Plankstetten.
Hier wurde die Grundlage für das Konzept gebildet. Vor allem die historische Ortsmitte von Saltendorf dürfte von der Dorferneuerung profitieren. Diese soll gestärkt und zukunftsfähig gestaltet werden, sagen die Planer.
Mehr Aufenthaltsqualität und höhere Verkehrssicherheit
Auch der Dorfplatz mit seinem Brunnen an der Kirche soll sowohl gestalterisch als auch ökologisch aufgewertet werden. Ebenso soll die Unterquerung der stark befahrenen Staatsstraße ansprechender und barrierefrei gestaltet werden.
Ein weiteres Kernprojekt ist die Aufwertung des nah-touristisch erschlossenen Bereichs am Kronbertsweiher (Badestelle Saltendorf): Ein Naturlehrpfad sowie landschaftsgestalterische Maßnahmen könnten den Ort erlebbarer machen. Gleichzeitig soll an Verbesserungen der Wasserqualität und der touristischen Infrastruktur gearbeitet werden.
Mit den geplanten Projekten stärken wir nicht nur das Ortsbild, sondern vor allem die Gemeinschaft. Saltendorf bekommt neue Orte der Begegnung, die den Zusammenhalt weiter fördern.Thomas Beer, Bürgermeister von Teublitz
Auch die Lohstraße und weitere Straßenbereiche rücken in den Fokus der Dorferneuerung. Die Bürger wünschen sich hier vor allem mehr Aufenthaltsqualität und höhere Verkehrssicherheit. Zudem besteht der Wunsch nach einer attraktiven, fußläufigen Verbindung zwischen der historischen Ortsmitte und Teublitz, abseits der viel befahrenen Kreisstraße.
„Mit den geplanten Projekten stärken wir nicht nur das Ortsbild, sondern vor allem die Gemeinschaft. Saltendorf bekommt neue Orte der Begegnung, die den Zusammenhalt weiter fördern“, betont Bürgermeister Thomas Beer.
Die geplanten Maßnahmen wurden gemeinsam mit dem Planungsbüro Trepesch aus Amberg, dem ALE Oberpfalz sowie den Bürgern Saltendorfs entwickelt. Ziel ist es, vielfältige Begegnungsräume für Jung und Alt zu schaffen. Private Eigentümer im Umfeld der historischen Ortsmitte können zudem Fördermittel beim ALE Oberpfalz beantragen – etwa für die Gestaltung von Gebäuden, Vorbereichen und Hofräumen.
Am 24. März wird die Teilnehmergemeinschaft Saltendorf nun eine neue Vorstandschaft wählen. Diese wird dann in Zukunft zusammen mit dem ALE und der Stadt über die Umsetzung der bislang vorgeschlagenen Maßnahmen entscheiden.
Die Maßnahmen sind nicht in Stein gemeißelt
Aufgabe der Teilnehmergemeinschaft ist es außerdem, die Neugestaltung des Verfahrensgebietes voranzubringen, einen Plan über die gemeinschaftlichen und öffentlichen Anlagen zu erstellen, Bauträger der Maßnahmen zu akquirieren, Verhandlungen zu führen und einen Flurbereinigungsplan zu erstellen.
Für die Umsetzung der Dorferneuerung ist eine Förderung in Höhe von einer Million Euro festgesetzt. Diese Mittel stehen für die geplanten Maßnahmen im Rahmen des Verfahrens zur Verfügung. Die einzelnen Maßnahmen werden nun schrittweise konkretisiert und entsprechend der festgelegten Prioritäten umgesetzt.
Den Verantwortlichen ist abschließend wichtig zu betonen, dass die bisherigen Maßnahmenlisten nicht in Stein gemeißelt sind. Gute Vorschläge könnten weiterhin vorgebracht werden, die Mitarbeit im Dorferneuerungsprozess sei weiterhin möglich, heißt es.