Fast 70 Wagen und Fußgruppen: Ein kräftiges Helau erklingt aus Mainburg

Die Faschingsstimmung kochte hoch in Mainburg. Beim Gaudiwurm am Samstag bewegten sich 67 Wagen und Fußgruppen durch die Innenstadt. Die Zuschauer standen mit guter Stimmung zahlreich am Wegesrand – trotz niedriger Temperaturen und Nass von oben.
Die ersten Umzugskiebitze marschierten schon eine Stunde vor Beginn aus den Ortsteilen Richtung Mainburger Innenstadt. Zu den Ersten, die dort auf die Faschingsgaudi warteten, gehörte Regina Katzenbogner samt Ehemann und zwei kleinen Söhnen. „Beim Mainburger Faschingszug sind wir das erste Mal mit dabei. Wir wollten ihn einmal sehen, da wir so viel Gutes davon gehört haben, weil so viele Wagen mit dabei sind.“ Früher seien die Eltern in Oberbayern oft Teilnehmer bei Umzügen gewesen – jetzt als Familie schaue man eben am Wegesrand zu.
Die Party startete schon Stunden davor
Kurz vor dem Startschuss standen die Besucher wieder dicht gedrängt am Straßenrand. Sie hatten sich von den trüben Wetteraussichten, die sich dann leider mit Regen ab 16 Uhr auch bewahrheiteten, nicht abschrecken lassen. Die Teilnehmer schon gleich gar nicht. Viele Wagenbesatzungen waren schon Stunden vor dem Start um 14.02 Uhr am Sammelplatz auf der Schöllwiese aufgefahren und begannen zu feiern.









Auch heuer waren Themen aus dem lokalen gesellschaftlichen oder politischen Geschehen die Ausnahme. Genau gesagt hatten sich nur die Faschingsfreunde aus Wolkertshofen ein solches Thema ausgesucht. Sie machten sich ein wenig lustig über den jüngsten Titel, mit dem sich Mainburg schmücken darf. „Mainburg ist die größte Hochschulstadt der Hallertau“, stand auf ihrem kleinen Wagen zu lesen. Jüngst wurde wie berichtet auf dem Gelände einer hiesigen Firma ein Hochschulcampus eröffnet.
Wehrpflichtdebatte war das große Thema in Mainburg
Gleich mehrere Gruppen hatten sich der Debatte um die Wehrpflicht angenommen – mit durchaus kritischen Tönen. Und eine 30-köpfige Gruppe aus Unterpindhart kam als Raumfahrer daher. Auf ihrem handgezogenem Wagen stand: „Die Welt hat einen Knall, wir ziehen jetzt ins All.“ Gruppenchef Michael Götz erklärte: Es solle die Antwort auf das derzeitige Weltgeschehen sein.