Fahrgäste im Landkreis Neumarkt machen gemischte Erfahrungen mit Ersatzbussen

Von Wolfgang Endlein · 13. Februar 2026 um 19:00

Die purpurnen Busse sind seit einer Woche auf den Straßen im Landkreis Neumarkt kaum zu übersehen. Sie ersetzen bis 10. Juli Regionalexpress, Regionalbahn und S-Bahn. Fahrgäste berichten von Problemen mit Busfahrern und Haltestellen, aber es gibt auch etliche, die sich positiv äußern.

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„Meine Erfahrungen mit dem Schienenersatzverkehr in den ersten beiden Tagen waren durchwegs negativ“, schreibt Inge Gmelch in einer E-Mail an die Redaktion. Das andere Ende der Skala ist Nadine Karkossa, die unter einem Facebook-Beitrag dieser Redaktion kommentiert: „Mega zufrieden.“

Häufig begegnet einem jedoch eine Sichtweise, die sich in der Mitte einpendelt: „Bisserl holprig noch in der Umsetzung. Aber alle freundlich und hilfsbereit. Des werd scho“, kommentiert beispielsweise Andy Pfnür.

Wenn Probleme angesprochen werden, dann sind es oftmals ähnliche: Manche Fahrgäste berichten davon, dass die Busfahrer gerade in den ersten Tagen Probleme hatten, die richtige Route zu finden. Überhaupt die Busfahrer: Immer wieder wird von Kommunikationsproblemen berichtet, weil die Fahrer kaum oder gar kein Deutsch sprechen sollen. Auch die Fahrweise manches Busfahrers wird moniert. Dass Haltestellen nicht angefahren worden seien, ist ein weiterer Kritikpunkt. Im Fall jener am Bahnhof Postbauer-Heng hat sich das Problem inzwischen gelöst. Wegen einer gesperrten Brücke und fehlender Wendemöglichkeiten fuhren die Busse die Haltestelle zunächst nicht an. Nun wurde Platz zum Wenden geschaffen. Die Haltestelle ist in Betrieb.

Fahrgast: Ersatzbusse pünktlicher als S-Bahn

Manche Fahrgäste berichten von zu vollen Bussen. So schreibt Selina der Redaktion über Instagram: „An sich ist der Ersatzverkehr gut, doch es gibt schon ein paar Kleinigkeiten.“ Gerade morgens seien die Busse sehr voll, sagt die Schülerin, die sich zudem eine großzügigere Umsteigezeit in den Bus zur Berufsschule wünscht.

Verärgert schildern manche Pendler Verspätungen bei den Bussen, deretwegen sie deutlich länger in die Arbeit gebraucht hätten. Die Nutzerin mit dem Namen Alexandra Alex zieht hingegen den Vergleich zur Bahn und deren zunehmenden Verspätungen in den vergangenen Jahren: „Bis jetzt war der Bus pünktlicher als der Zug.“