Wie viel Bargeld sollte ich für den Notfall zuhause haben?

Von Christoph Eberle · 8. Februar 2026 um 09:24

Wie viel Bargeld sollte man eigentlich für den Notfall zuhause haben? Eine kleine Reserve ist sicher sinnvoll, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Doch wie viel sollte es maximal sein? Und wie bewahrt man es möglichst sicher auf?

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Bundesweit war ab 24. Mai 2022 tagelang in vielen Geschäften keine Kartenzahlung mehr möglich. Grund: Eine Panne mit einem bestimmten Gerät. Auch am 12. September 2024 kam es zu bundesweiten Problemen mit Kartenzahlung. Und in Berlin fiel im Januar der Strom großflächig aus – 45.000 Menschen und 2200 Firmen waren zeitweise betroffen.

Bargeldreserve am besten in kleinen Scheinen

„Denken Sie daran, Bargeld zur Verfügung zu haben, da bei Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren“, mahnt etwa das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe – das etwa auch aufzählt, welche Lebensmittel man für den Notfall zuhause haben sollte. Eine konkrete Summe nennt die Behörde nicht. Sie empfiehlt nur generell, dass man sich für mindestens drei, besser noch zehn Tage mit einem Notfallvorrat versorgen können sollte.

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Genauer ist hier der Oberösterreichische Zivilschutz: Jeder Haushalt sollte eine Bargeldreserve daheim haben – empfohlen werden pro Haushalt rund 500 Euro. Am besten in Münzen und kleineren Scheinen, da in Notfällen unter Umständen nicht gewechselt werden kann.

Unterm Strich ist die Summe aber immer abhängig von der Haushaltsgröße und den Konsumgewohnheiten, so Experten. Schließlich braucht der eine mehr Geld, der andere weniger – eine Familie mit drei Kindern etwa mehr als ein junger Single. Die Bar-Reserve sollte auf alle Fälle so dimensioniert sein, dass man mindestens eine Woche über die Runden kommt. Am besten solle man daher einfach mal aufschreiben, was man alles innerhalb von sieben Tagen ausgibt. Das könne eine Orientierung sein.

Wie viel Bargeld darf man zuhause aufbewahren?

„Es ist zwar nicht strafbar, größere Mengen an Bargeld in den eigenen vier Wänden zu lagern. Dennoch sollten Sie daheim nicht zu viel Geld aufbewahren“, warnt der Versicherungskonzern Allianz. Denn es bestehe immer das Risiko eines Diebstahls oder anderer Schäden, zum Beispiel durch Feuer oder Wasser.

Die Hausratversicherung übernimmt im Fall eines Diebstahls oder Schadens nur einen bestimmten Höchstbetrag – standardmäßig seien es oft 1000 bis 2000 Euro. Höhere Summen können theoretisch auch versichert werden, dann aber nur, wenn sie zum Beispiel in einem Tresor aufbewahrt werden.

Nur jeder zehnte Euro ist tatsächlich im Umlauf, hunderte Milliarden werden gehortet

Obwohl immer weniger Menschen in Deutschland bar bezahlen, wächst laut dem Bundesverband der deutschen Sparkassen die Bargeldmenge stetig. Erstaunlich sei dabei, dass nur jeder zehnte Euro tatsächlich im Umlauf ist. Schätzungsweise rund 395 Milliarden Euro wurden unterdessen im Jahr 2024 in deutschen Haushalten gehortet – fast 40 Milliarden mehr als noch vor wenigen Jahren.

Mit rund 51 Prozent aller Bezahlvorgänge an deutschen Kassen liegt der Bargeldanteil laut Sparkassen-Verband inzwischen unter dem der Jahre vor der Corona-Pandemie (rund 58 Prozent). Damit werde in Deutschland im europäischen Vergleich immer noch gern mit Scheinen und Münzen gezahlt – nur in Ländern wie Österreich, Portugal und Spanien sei Bargeld beim Bezahlen noch beliebter.

Das sind die beliebtesten Bargeld-Verstecke zuhause

Laut den Sparkassen verstecken die Deutschen ihr Bargeld zuhause gerne hier:

• Unterm Teppich

• Hinter Bildern

• In Vasen

• In Kaffee- oder Müslidosen

• In Büchern und DVDs

• In Kopfkissen und Matratzen

• In Topfpflanzen

Vorsicht: Einbrecher kennen diese Verstecke

Die scheinbar originellen Bargeld-Verstecke sind laut Sparkassen und dem Versicherer Allianz aber auch bei Einbrechern längst bekannt – und daher nicht zu empfehlen. Der sicherste Ort ist laut Versicherern und Polizei ein Tresor oder Wertschutzschrank. Noch sicherer wäre theoretisch ein Bankschließfach – doch dieses eignet sich eher für Schmuck oder andere Wertsachen. Die Bargeld-Reserve soll schließlich im Notfall schnell griffbereit sein.