Viel geschafft – aber noch viel zu tun

Walderbach/Dieberg. Im Gasthaus Schwarzfischer in Dieberg fand der Auftakt der Wahlveranstaltungen der Freien Wähler Walderbach für die Wahl am 8. März statt, Kirchenrohrbach, Walderbach und Haus folgten. Anhand eines Bilderrückblicks zeigte Listenführer und Bürgermeister Michael Schwarzfischer, was man in den letzten sechs Jahren geschafft hatte. Und es war einiges, man habe gut zusammengearbeitet und geschaut, dass für die Gemeinde etwas vorangeht.
Mehrere Projekte stellte Schwarzfischer vor, er begann mit den vier größten: Der neue Edeka-Markt mit dem von der Gemeinde gestalteten Umfeld mit Radweg und Abbiegespur, was man mit einer hohen Städtebauförderung gut umsetzen konnte, sei eine absolute Aufwertung für die Gemeinde. „Für die Senioren wäre es schön, etwas zu machen“ – dies erfüllte man mit der Seniorenanlage Klosterblick. Fast alle Wohnungen seine verkauft oder vermietet. Die Tagespflege sei gestartet, was man als Kommune weiterhin intensiv unterstützen werde.
Gerätehaus – Gebäudemit Mehrwert für das Dorf
Eines der ersten Projekte war der Bau des Radweges nach Neubäu, vier Kilometer lang. In die Feuerwehren wurde viel investiert, so nannte der Bürgermeister als größte Maßnahme das Gerätehaus in Kirchenrohrbach, ein tolles Gebäude mit einem Mehrwert für das Dorf. Weitere Maßnahmen waren u. a. die Neugestaltung des Friedhofs, Bau von Radwegen (Dieberg und Stockhof), Naturkindergarten und Erweiterung des Haupthauses, und die erfolgreiche Teilnahme am Dorfwettbewerb. Dies alles zu erreichen, war der Verdienst aller. „Deshalb wollen wir uns wieder bewerben, weitermachen, 6 Jahre mit unserer Liste mitmischen, mit mir als Bürgermeister.“
Dem Rückblick folgte das Wahlprogramm der Freien Wähler Walderbach. Man wolle weiter die Ehrenamtlichen und Vereine, in Dieberg sind dies konkret die Feuerwehr und der Stammtisch, und dies gelte für andere Orte genauso, unterstützten. „Sie sind das Herz unserer Gemeinde.“
Familien, Kinder, Jugendliche: Das Betreuungsangebot sei gut in Krippe und Kindergarten, wobei dies kein Selbstläufer sei. Ebenso soll der Schulstandort langfristig erhalten werden, vor allem mit Blick auf die Grundschule.
Spielplätze sollen erhalten werden. Treffpunkte für Kinder und Jugendliche sind aktuell beim Edeka und am Büchsn-Gelände. Vereine und auch der Teenie-Treff sind natürlich ein guter Anlaufpunkt.
Senioren - gut leben im Alter, und so solle die Einrichtung gut weiterlaufen. Man habe eine Auszeichnung für barrierefreies Rathaus, Schule, Friedhof und Kirche erhalten, man sei gut aufgestellt, nicht zuletzt, weil hier Inklusion in selbstverständlicher Weise gelebt wird.
Das Klostergebäude sei wieder mit Leben gefüllt und soll, wenn das Kreismuseum Ostern startet, wieder beworben werden, ebenso sei das Potenzial auszuschöpfen, etwa für Tagestouristen, was auch der Gastronomie u.Ä. zugutekomme.
Der Bereich Energie, Umwelt, Nachhaltigkeit sollen nicht vernachlässigt werden, im Bereich Umwelt schiebe auch der OGV mit Silvia Zagl-mann oder Richard Renner mit an. Insoweit wurden schon viele Bäume, auch im Waldumbau, gepflanzt.
Umfangreich informierte Schwarzfischer zur Infrastruktur mit Glasfaserausbau. In Dieberg erfolge der Ausbau mit Vodafone, in Walderbach hänge man mit Leonet ein wenig in der Luft. Im Nachhinein müssten die Straßen wieder in Schuss gebracht werden. In den nächsten Jahren müsse man sich mit dem Dieberger Feuerwehrhaus befassen und ein ordentliches Umfeld schaffen. Weiter solle man ortsauswärts hinunter nach Walderbach in der Kurve einen Bereich begehbar machen.
In Walderbach werd konkret die Ortsmitte gestaltet. Der Pirzer-Stadel an der Hauptstraße werde im Herbst weggerissen, wobei der Platz neu gestaltet werde mit Parkmöglichkeiten und auch für die Gastronomie. Richtung Pfarrheim solle die Mauer saniert werden, ebenso solle nahe der Kapelle die Geh- und Radwegsituation entschärft werden. Eventuell werde auch die Büchs’n weitergeplant. Das alte Rathaus solle angepackt werden, wobei ein barrierefreier Sitzungssaal mit Glasanbau, auch für Trauungen, anvisiert werde.
In Kirchenrohrbach werde die Kirche ein großes Thema werden. Zur Sportanlage werde ein Teil umstrukturiert werden. Dennoch: Man habe nach den Worten des Bürgermeisters nicht unendlich viel Geld, die goldenen Jahre seien vorbei, gab Schwarzfischer zu bedenken. Nun stellte er die Kandidaten einzeln vor, man wolle mit der Liste gut abschneiden und würde gerne wieder vier Räte stellen. „Ich würde das Amt wirklich gerne weitermachen“, so Schwarzfischer zu seiner Bürgermeisterkandidatur.
Was die Kreistagswahlen anbetrifft, so kandidieren auf der Liste Freie Wähler Rodinger Land Michael Schwarzfischer, Andreas Rogalski, Christian Seidl und Georg Wallaschek. Man könnte insoweit die Belange der Kommune mehr mit einbringen, was nicht unerheblich wäre für Kultur, Kloster, Kreismuseum und Kreislehrgarten. Kandidaten für Reichenbach sind Edi Hochmuth und Christian Nerl und für Wald Norbert Handl.
Gemeinsam besser –gemeinsam für Walderbach
Nun übergab Schwarzfischer das Wort an Landratskandidat Christian Schindler, „einen Top-Kandidaten, den wir ins Rennen schicken“. Der 33-jährige verheiratete Chamer Kandidat, der in im Landratsamt Regensburg ein Team von 45 Mitarbeitern leiten darf und im Ehrenamt (Handball, Feuerwehr, Kreisverkehrswacht Cham) beheimatet ist, stellte sich kurz vor.
Gemeinsam besser, gemeinsam für Walderbach – es gehe darum, dass man etwas für die Region und die Menschen in der Region erreiche. Schindler sagte, er stehe für eine transparente und nahbare Politik, für eine Politik des Mitnehmens. Es sei wichtig, den ehemaligen Krankenhausstandort Roding wieder mit Leben zu füllen. Auch der Krankenhausstandort in der Kreisstadt habe seine negativen Aspekte durch die Verkehrslage in Cham-West. Windkraft sei ein ganz großes Thema, das Walderbach peripher betreffe. Zur Windkraft-/zum Regionalwerkthema stellte Schindler die Frage, ob man die Wertschöpfung hier im Landkreis haben und mitverdienen wolle, oder dass Großkonzerne am Ende des Tages die Gelder einstecken. Deswegen hätten sich alle Gemeinden dafür ausgesprochen. Zum Standort gab er zu bedenken, dass es eben nur bestimmte Einspeisepunkte gebe.
Mit Blick auf Walderbach müsse man die Energiewende hinbekommen. Photovoltaik-Anlagen sollten da hingebracht werden, wo es möglich ist. Der öffentliche Träger solle insoweit vorausgehen, dass die privaten nachziehen. Für Walderbach sei die Verkehrsanbindung interessant, etwa die B 16, dass der Ausbau weiter forciert werde.
Mit Christian Seidl kam in Dieberg ein Ratsmitglied zu Wort, das seine Sicht zu den letzten sechs Jahren kundtat und mitteilte, dass viel passiert sei, man jedoch dennoch noch nicht fertig sei und Projekte anstünden, wie Schwarzfischer ausgeführt hatte. Persönlich liege ihm das Feuerwehrhaus in Dieberg am Herzen.
Schwarzfischer wünschte faire und schöne Wahlen mit gutem Ausgang. Man brenne für das Ganze, zeige Leidenschaft und wolle in der Verantwortung bleiben.