Skiurlaub wird teurer: Das sind die neuen Preise für die Tunnelmaut in Österreich

Die Fahrt in den Skiurlaub ins Nachbarland wird auch 2026 teurer – die österreichische Autobahnen- und Schnellstrassen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (Asfinag) hat zum Jahreswechsel erneut an der Preisschraube gedreht. Das sind die neuen Preise für Tunnelmaut und Vignette.
Die Tarife werden laut Asfinag „jährlich an den harmonisierten Verbraucherpreisindex angepasst und für 2026 um 2,9 Prozent angehoben“. Das ist immerhin deutlich weniger als nach der üppigen Preiserhöhung im Jahr 2025, bei der die Vignettenpreise um 7,7 Prozent nach oben gingen. Wer schon länger nicht mehr auf österreichischen Autobahnen unterwegs war, könnte sich beim „Pickerl“-Kauf aber dementsprechend wundern.
Die geänderten Tunnelmaut-Preise für Einzelfahrten:
• A9 Gleinalm: 12,00 Euro (bisher 11,50 Euro)
• A9 Bosruck: 7,00 Euro (gleicher Preis wie 2025)
• A10 Tauern/Katschberg: 15,00 Euro (bisher 14,50 Euro)
• A13 Brenner: 12,50 Euro (bisher 12 Euro)
• S16 Arlberg: 13,00 Euro (bisher 12,50 Euro)
• A11 Karawanken: 9,00 Euro (bisher 8,80 Euro)
Die geänderten Tunnelmaut-Preise für Mehrfachfahrten:
• A9 Pyhrn Autobahn: 80,00 Euro (bisher 77,50 Euro)
• A10 Tauern Autobahn: 90,00 Euro (bisher 87 Euro)
• A13 Brenner Autobahn: 75,00 Euro (bisher 72 Euro)
• S16 Arlberg Schnellstraße: 78,00 Euro (bisher 75 Euro)
Die Mehrfachkarten gelten dabei laut Asfinag für unbegrenzt viele Fahrten auf einem Streckenmaut-Abschnitt innerhalb eines Jahres. Wer innerhalb eines Jahres öfter auf Strecken in Österreich unterwegs ist – etwa im Winter in den Skiurlaub, im Sommer nach Kroatien und im Herbst nochmal zum Wandern – für den kann sich so eine Mehrfachkarte durchaus lohnen. Mit ihr sind unbegrenzt viele Fahrten möglich ohne nochmal zu zahlen.
Wer als Autofahrer nicht jedes Mal die Tunnelmaut am Schalter oder online bezahlen will, für den bietet die Asfinag inzwischen auch die Flex-Maut an. Mit dieser digitalen Streckenmaut registriert man einmal sein Fahrzeug und ein Zahlungsmittel wie Kreditkarte oder Paypal und kann ohne Wartezeit die grünen Spuren an den Tunnelmautstellen nutzen. Die Fahrt wird dann im Nachhinein abgebucht. Bei Vielfahrern ist der maximale Preis je Streckenabschnitt auf den der Mehrfachkarte gedeckelt.
Das sind die neuen Vignetten-Preise:
Fahrzeugkategorie A (Einspurige Kraftfahrzeuge wie Motorräder):
• Jahresvignette: 42,70 Euro (bislang 41,50 Euro)
• Zwei-Monats-Vignette: 12,80 Euro (bislang 12,40 Euro)
• Zehn-Tages-Vignette: 5,10 Euro (bislang 4,90 Euro)
• Ein-Tages-Vignette: 3,80 Euro (bislang 3,70 Euro)
Fahrzeugkategorie B (Pkw und Kfz bis einschließlich 3,5 Tonnen zulässige Gesamtmasse):
• Jahresvignette: 106,80 Euro (bislang 103,80 Euro)
• Zwei-Monats-Vignette: 32,00 Euro (bislang 31,10 Euro)
• Zehn-Tages-Vignette: 12, 80 Euro (bislang 12,40 Euro)
• Ein-Tages-Vignette: 9,60 Euro (bislang 9,30 Euro)
Strafen für Vignetten-Fehler wurden fast verdoppelt
Obacht vor Fahrtantritt nach Österreich: Wer beispielsweise aus lauter Vorfreude auf den Skiurlaub die Vignette komplett vergisst oder einen Fehler macht, zahlt seit dem Jahreswechsel auf 2026 fast doppelt so hohe Strafen. Wird man ohne Vignette erwischt, wird eine sogenannte Ersatzmaut als Strafe fällig. Selbiges gilt, wenn man etwa beim Aufkleben einen Fehler begangen hat – was man hier falsch machen kann, hat die Mediengruppe Bayern kürzlich berichtet.