Höhere Spritpreise gefordert: Jetzt ist der ADAC-Verkehrspräsident zurückgetreten

Von Passauer Neue Presse · 2. Februar 2026 um 12:39

Seine umstrittene Forderung nach höheren Spritpreisen hat für ADAC-Verkehrspräsident Gerard Hillebrand nun Konsequenzen. Nachdem sich der Verkehrsclub mit einer massiven Austrittswelle seiner Mitglieder konfrontiert sah, tritt der 60-Jährige von seinem Amt zurück. Das teilte der ADAC mit.

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„Damit zieht Hillebrand die Konsequenz aus Interviewäußerungen, die zum Jahreswechsel zu erheblichen Irritationen bei Mitgliedern sowie zahlreichen Beschwerden und Kündigungen geführt hatten“, heißt es seitens des ADAC. Den Angaben zufolge bedauere Hillebrand, dass er mit seinen Äußerungen Mitglieder verunsichert und verärgert habe.

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ADAC hat 60.000 Mitglieder verloren

Mit seinem Rücktritt übernimmt Hillebrand „Verantwortung für den entstandenen Reputationsschaden“. Und der ist in der Tat massiv. 60.000 Mitglieder sollen diversen Medienberichten zufolge aus dem ADAC infolge eines Interviews Hillebrands mit einer norddeutschen Tageszeitung ausgetreten sein. Darin hatte er sich Ende 2025 für die CO2-Bepreisung als Instrument zur Erreichung der Klimaschutzziele ausgesprochen und unter anderem erklärt, es brauche mehr Anreize, damit Autofahrer von Diesel und Benzin auf klimafreundlichere Alternativen wie das E-Auto umsteigen. Auch sprach er sich gegen eine Lockerung der europaweiten Klimaschutzziele aus.

Den Verantwortungsbereich von Hillebrand übernimmt dem Bericht zufolge kommissarisch der 62-jährige ADAC-Technikpräsident Karsten Schulze. Der ADAC ist mit über 22 Millionen Mitgliedern der größte Automobilclub Deutschlands.

lai