Sie machen Neumarkt lebenswert: Stadt zeichnet drei Bürger und einen Verein aus

Die Stadt Neumarkt und die Freiwilligenagentur nutzten wie jedes Jahr den Neujahrsempfang im Festsaal des Reitstadels, um einige sogenannte „Stille Helden“ zu würdigen. Dieses Jahr fiel die Wahl auf einen Pöllinger, zwei Schwestern aus St. Helena und die Wolfsteinfreunde.
In der Kategorie Einzelperson fiel die Wahl der Jury 2026 auf Andreas Schuster aus Pölling. Der „Kare“ sei aus dem öffentlichen Leben der Stadt Neumarkt und insbesondere aus dem Ortsteil Pölling nicht wegzudenken, hieß es in der Laudatio.
Im Weiteren führte die Laudatio an: „Seit vielen Jahren ist er eine feste Säule des gesellschaftlichen Miteinanders und ein leuchtendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement. Ob als langjähriges Vorstandsmitglied des SV Pölling, als Gründer und Leiter der Kinderfeuerwehr Pölling oder als Trainer von Kinderfußballmannschaften: Andreas Schuster ist immer zur Stelle, wo Hilfe gebraucht wird. Er bringt seine Expertise in verschiedenen Vereinsausschüssen ein, unterstützt tatkräftig bei Vereinsfesten und ist bei öffentlichen Veranstaltungen wie dem Pöllinger Weihnachtsmarkt oder dem Neumarkter Bürgerfest stets aktiv dabei.“
Und weiter heißt es in der Laudatio: „Sein Engagement geht weit über organisatorische Tätigkeiten hinaus: Bei Bautätigkeiten wie dem Umbau des Sportheims oder der Installation einer neuen Bewässerungsanlage legt er selbst Hand an. Als Fahnenträger vertritt er den SV Pölling bei allen offiziellen Feierlichkeiten mit Stolz und Hingabe. Und auch im aktiven Feuerwehrdienst ist er sich nicht zu schade, Verantwortung zu übernehmen. Wer in Pölling oder Neumarkt aktiv ist, kennt Andreas Schuster. Sein Name steht für Verlässlichkeit, Einsatzfreude und Gemeinschaftssinn. Eine einfache Google-Suche nach „Andreas Schuster Pölling“ genügt, um seine vielfältigen Aktivitäten nachzuvollziehen. Wer Andreas Schuster kennt, weiß: Er fragt nicht, ob etwas getan werden muss, er tut es einfach. Sein Engagement, seine Bescheidenheit und seine Freude am Miteinander machen ihn zu einem wahren Vorbild – und zu einem Menschen, der die Auszeichnung „Stille Helden“ in jeder Hinsicht verdient.“
Schwestern aus St. Helena bauten Kinderfeuerwehr mit auf
Die Preisträgerinnen in der Kategorie „Junges Engagement“ heißen in diesem Jahr Magdalena und Julia Ott aus St. Helena. Wie es in der Laudatio hieß, fielen unweigerlich die Namen der Ott Schwestern, wenn man von Engagement in St. Helena spreche. Seit ihrer Kindheit prägten die beiden Schwestern das Leben in ihrer Heimatgemeinde – leise, verlässlich und mit einem beeindruckend breiten Einsatz, der seinesgleichen suche.
Die Laudatio führte dazu weiter aus: „Ob in der Kirche, in Vereinen, bei der Feuerwehr oder in der Jugendarbeit – Magdalena und Julia sind überall dort, wo Hilfe gebraucht wird, mit Herz und Tatkraft dabei. Viele Jahre standen sie als Ministrantinnen und Sternsingerinnen im Dienst der Kirchengemeinde, musizieren seit ihrer Jugend bei den „Dorfspatzen“ und engagieren sich bis heute in der Jugendblaskapelle „Berg & Thal“.“
Auch im Vereinsleben übernähmen sie Verantwortung, heißt es in der Laudatio. Julia trainiere Kinder beim SV Höhenberg, beide wirkten im Obst- und Gartenbauverein St. Helena, und in der Freiwilligen Feuerwehr hätten sie die Kinder- und Jugendfeuerwehr mitaufgebaut. Weiter erklärt die Laudatio: „Heute leitet Julia diese Einheit, während Magdalena als Maschinistin aktiv ist – Engagement mit Herz und Technik gleichermaßen.“
Dazu kämen unter anderem unzählige Stunden in der Jugendarbeit, beim Spielmobil des Kreisjugendrings oder bei der Kirwa, wo sie als „Kirwaleit“ das Miteinander im Dorf lebendig hielten. Magdalena sei heute Leiterin des Kindergartens St. Helena. „Ein schöner Kreis, der zeigt, wie aus ehrenamtlichem Einsatz berufliche Berufung werden kann“, sagt die Laudatio und abschließend: „Magdalena und Julia Ott stehen für das, was eine Gemeinschaft stark macht: Verlässlichkeit, Begeisterung und die Freude daran, Verantwortung zu übernehmen. Sie sind der Inbegriff der „Stillen Heldinnen“ – Menschen, die nicht im Rampenlicht stehen wollen, aber im Hintergrund alles am Laufen halten.“
Wolfsteinfreunde setzen sich seit Jahrzehnten für Burgruine in Neumarkt ein
In der Kategorie ging der Preis dieses Jahr an die Wolfsteinfreunde. Deren Name ist inzwischen eng verknüpft mit der Burgruine, die über Neumarkt thront. „Der traditionsreiche Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die eindrucksvolle historische Anlage zu bewahren, ihre Geschichte lebendig zu halten und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, heißt es in der Laudatio der Stadt.
Im Weiteren erklärt die Laudatio: „Unermüdlich tragen die Mitglieder dazu bei, die bauliche Substanz der alten Burg zu sichern und damit ein bedeutendes Stück Neumarkter Geschichte für kommende Generationen zu erhalten. In zahllosen freiwilligen Arbeitsstunden wurden Mauern restauriert, Wege gepflegt, Infotafeln erneuert und das Gelände sorgsam instandgehalten – stets mit Respekt vor der historischen Authentizität und in enger Abstimmung mit Fachleuten aus der Denkmalpflege. Darüber hinaus engagieren sich die Wolfsteinfreunde für die Bewahrung historischer und kultureller Werte im gesamten Stadtgebiet.“
Würdigend erwähnt die Laudatio, dass die Mitglieder während der Sommermonate regelmäßig Besucherinnen und Besucher durch die Burgruine führen und Geschichte lebendig werden lassen. „ Diese Führungen bereichern nicht nur das kulturelle Leben, sondern leisten auch einen wesentlichen Beitrag zum Fremdenverkehr und zur touristischen Attraktivität der Region.“