„Safferlinger“ gibt’s nicht!

Bei der Benennung von Straßen und Brücken herrscht nicht immer grammatikalische Logik. Ein Beispiel: Es heißt „Kumpfmühler Straße“ und „Kumpfmühler Brücke“, aber „Galgenbergstraße“ und „Galgenbergbrücke“. Unterschiedliche Sprach- und Schreibregelungen, obwohl beide Male der Name eines Stadtteils, Kumpfmühl und Galgenberg, zugrunde liegt.
In einem anderen Fall hapert es nicht an der Logik, sondern schlichtweg an der Richtigkeit. Immer wieder ist vom „Safferlinger Steg“ die Rede, sogar in offiziellen Verlautbarungen der Stadt. Es gibt aber keinen Stadtteil „Safferling“ und auch nichts und niemand mit dem Namen „Safferlinger“. Vielmehr ist der Steg nach dem bayerischen General Benignus Safferling benannt, der 1890 zum Ehrenbürger Regensburgs erhoben wurde. Immerhin: Die unweit des Stegs liegende Safferlingstraße erinnert seiner in korrekter Schreibweise.
Diese Richtigstellung erfolgt übrigens aus aktuellem Anlass, denn der Safferlingsteg ist bis 30. Januar gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Landshuter Straße, die weiter zur Weißenburgstraße führt. Erstere ist natürlich nach der niederbayerischen Bezirkshauptstadt benannt. Letztere aber nicht nach einem Kaff in Mittelfranken, sondern nach der 1870 geschlagenen Schlacht bei Weißenburg im Elsass. Logisch!
