Wahlkampfauftakt: CSU will Mehrheit im Neunburger Stadtrat behalten

Die Neunburger Wahlberechtigten stehen für die Wahl am 8. März vor einer besonderen Herausforderung. Erstmals können sie aus dem Angebot von sechs verschiedenen Gruppierungen auswählen. Für die 20 Kandidaten auf der Liste der CSU bedeutet dies, im Wahlkampf alles daran zu setzen, wie bisher die Mehrheit im Stadtrat behalten zu können, um die erfolgreiche Arbeit von Bürgermeister Martin Birner weiterhin stärken zu können.
Wie groß die Motivation dazu ist, verdeutlichen alle bei der Auftaktveranstaltung am Freitag im Hotel-Gasthaus Sporrer. Der Ortsvorsitzende, Thomas Straller, freute sich über den zahlreichen Besuch und schloss in seine Grußworte auch die Junge Union und die Frauenunion mit ein.
Er wies noch einmal besonders auf die Bedeutung des Wahlausganges für die Stadt und den gesamten Landkreis hin, bevor er kurz auf die Möglichkeit des „Häufelns“, also der Mehrfachstimmenabgabe für einen Bewerber, hinwies. Letzteres bezog er hauptsächlich auf die Neunburger Kandidaten auf der 60 Personen umfassenden CSU-Kreistagsliste.
Jeder Kandidat hatte drei Minuten Redezeit
Eine knappe Redezeit von maximal drei Minuten wurde den Kandidaten für ihre Kurzvorstellung eingeräumt, „streng überwacht“ durch Otto Birner als Moderator. Den Auftakt machte die stellvertretende Bürgermeisterin Margit Reichl, die auf Platz zwei hinter Martin Birner kandidiert. Nach 24 Jahren sah sie sich als „Oldtimerin“ im Gremium, zugleich aber die 15 Jahre von Birners Amtszeit als jene, in der sich in Neuburg am meisten zum positiven verändert habe. In der Reihenfolge fügte sich Thomas Albang an, der unter anderem als Schiedsrichter gewohnt sei, Entscheidungen zu treffen. Ganz besonders betonte er im Hinblick auf eine neue Liste: „Das brauchen wir nicht, wir bieten selbst genug Alternativen.“
Als Familienbeauftragte habe sie in 15 Jahren viele Entscheidungen, immer zugunsten der Gemeinschaft aller mitgetragen, sich aber auch nicht vor Verantwortung gedrückt, meinte Verena Binder. Elias Schütz, JU Ortsvorsitzender und mit 20 Jahren jüngster Kandidat auf der Liste, liege die Arbeit für die Jugend besonders am Herzen. Noch etwas mehr Frauenpower wünschte sich Andrea Troidl, für die eine Wahl bereits die dritte Amtszeit bedeuten würde.
Sicherheit und Zusammenhalt im Stadtverbund sind für den Sportbeauftragten Harald Klatzka die oberste Prämisse. „Das erste kommunale Gesundheitszentrum Bayerns in Neunburg, geht voll auf die Initiative der CSU“, sagte Christoph von Wenz. Daran auch weiter mitzuwirken sei sein Ziel. Für den Landwirt Michael Binder steht die Gleichbehandlung der Ortsteile mit auf der Agenda. Georg Schmid (70) musste sich kaum vorstellen. Dass seine spezielle Arbeit eine Förderung von 3 960 000 Euro für das Marienheim bewirkte, würde ihn zu Recht stolz machen. Die Stadt für Unternehmer, als größte Steuerzahler, attraktiv zu gestalten, möchte Bernhard Lober weiterhin unterstützen. Als erstem „Nichtstadtrat“ liegt Christoph Steffens die Unterstützung der Hilfs- und Rettungsorganisationen sowie der Vereine, besonders am Herzen.
Planungen für Leerstände in Neunburg
Für Jürgen Donhauser war es unter anderem wichtig, „dass künftig nicht irgendwelche Basisideologen die Arbeit im Stadtrat erschweren“. Für sinnvolle Planungen für die Leerstände hätte der Architekt Wolfgang Steininger bereits die eine oder andere Idee.
Peter Roith liegen die Handwerksbetriebe und die dafür notwendigen Fachkräfte besonders am Herzen. Mathias Ettl betonte die Funktion Neunburgs als Leitkommune im Landkreis und Peter Schießl würde sich für stabile Finanzen engagieren.
Der Ortsvorsitzende Thomas Straller und der Fraktionssprecher Alexander Trinkmann begründeten ihre weit hinten liegenden Listenplätze mit der Arbeit im Team, bei der die Person eben nicht im Vordergrund stehe. Alexander Elsner sah die Stadt in Sachen Energie auf einem guten Weg.
Bürgermeister Martin Birner fasste, nach einer kurzen Vorstellung einiger Kreistagskandidaten, die Errungenschaften der auslaufenden Periode noch einmal zusammen. Ein Garant dafür sei der Zusammenhalt und die Verlässlichkeit der CSU in guten wie in schlechten Zeiten.