„Brückenbauer über Parteigrenzen“ – Laudatio zum 80. Geburtstag für Albert Schmid

Von Peter Pavlas · 16. Januar 2026 um 15:53

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Beim Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins ging es neben einer Rückschau auf die Arbeit im Marktrat um die Würdigung des Lebenswerks von Albert Schmid anlässlich seines 80. Geburtstags. Die Co-Vorsitzenden Elisabeth Dendorfer und David Ettl hatten dafür Mitglieder und Gäste ins Sportheim eingeladen. Als Mitglied der SPD-Fraktion skizzierte Uwe Stöbl die Arbeit im Gremium.

In Vertretung der erkrankten Kreisvorsitzenden Gaby Griese-Heindl ließ Bürgermeister Karl Söllner aus Brunn wichtige Stationen des politischen Gestaltens von Albert Schmid Revue passieren, „einer der aktivsten politischen Persönlichkeiten Bayerns“. Der Jubilar sei sogar Träger der Georg-von-Vollmar-Medaille, der höchsten Auszeichnung der Bayern-SPD.

Durchsetzungsvermögen und Kompromissbereitschaft

1972 wurde er in Regensburg zum ersten berufsmäßigen Bürgermeister gewählt und bewies Durchsetzungsvermögen und Kompromissbereitschaft. Später gelang ihm die Nachfolge zum Oberbürgermeister der Stadt nicht. In der damaligen Hauptstadt Bonn war er als Staatssekretär im Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau tätig. Nach dem Regierungswechsel arbeitete er als Anwalt.

Im Jahr 1990 zog er in den bayerischen Landtag ein und war erst Fraktionsvorsitzender und ab 1995 stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Bundeskanzler Gerhard Schröder und Minister Otto Schily beriefen ihn schließlich ins Amt des Präsidenten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Dort habe er mehr als zehn Jahre lang die Weichen für eine moderne Migrationspolitik gestellt.

Juristische Klarheit und menschliche Haltung

„Albert Schmid hat dieses Amt mit ruhiger Hand, juristischer Klarheit und menschlicher Haltung geführt. In einer Zeit, in der Migration immer emotionaler diskutiert wurde, hat er den Rechtsstaat verteidigt – sachlich, verlässlich und ohne populistische Abkürzungen“, lobte Söllner den Jubilar.

Von 2009 bis 2017 sei dieser Vorsitzender im Landeskomitee der Katholiken in Bayern und Mitglied des Hochschulrates der Katholischen Universität Eichstätt gewesen. Er habe bewiesen, dass christliche Werte und gesellschaftliche Verantwortung zusammengehören.