Neujahrsempfang: Bürgermeister Eisenreich fordert Berchinger zum Zusammenhalt auf

Beim Neujahrsempfang in der Kulturhalle sagte Bürgermeister Ludwig Eisenreich, dass sich Berching im vergangenen Jahr als eine lebendige und zukunftsorientierte Gemeinschaft gezeigt habe. Trotz aller Herausforderungen, die 2026 mit sich brächten, munterte er die Bürger zum Zusammenhalt und der gegenseitigen Unterstützung auf.
„Die menschliche Gesellschaft gleicht einem Gewölbe, das zusammenstürzen müsste, wenn sich nicht die einzelnen Steine gegenseitig stützen würden.“ Mit diesen Worten des römischen Philosophen Seneca wies Bürgermeister Eisenreich auf die Bedeutung eines jeden einzelnen hin. Er ermunterte darüber hinaus zum Zusammenhalt und zur gegenseitigen Unterstützung.
„Der Neujahrsempfang hat sich zu einem guten Begegnungs- und Gesprächsforum entwickelt“, sagte Eisenreich. Gerade in einer Kommune sei es entscheidend, im Dialog zu bleiben und bei wichtigen Projekten zusammenzuarbeiten.
„Lebendige Gemeinschaft“
Das Jahr 2025 sei wieder herausfordernd und spannend gewesen, aber auch ein gerütteltes Maß erfolgreich für unsere Großgemeinde, sagte Eisenreich. Der Bürgermeister erinnerte an zahlreiche Feste und Jubiläen. Hier habe sich die Gemeinde wieder als eine lebendige und zukunftsorientierte Gemeinschaft gezeigt.
„Die Stadt Berching war 2025 in der Lage, große Investitionen von fast 7,2 Millionen Euro in Hoch- und Tiefbau, Fuhrpark und Grunderwerb zu finanzieren – und das wieder ohne Neuverschuldung.“ Darüber war Eisenreich erfreut.
Die Stadt habe das vergangene Jahr – trotz weniger Steuereinnahmen – wieder in einem geordneten finanziellen Rahmen abwickeln können und derzeit gut fünf Millionen Euro als Rücklage.
Der Planungsprozess für das Großprojekt Ersatzneubau Grund- und Mittelschule dauere jetzt schon einige Jahre. Als Gründe hierfür nannte Eisenreich unter anderem die langwierigen, jedoch wichtigen Diskussionen im Arbeitskreis Schule. Als weiteren Grund der Verzögerung nannte er die sich lange hinziehende Standortsuche und die finanzielle Lösung dieses Großprojekts.
Die Verzögerung habe aber auch etwas Gutes gehabt, gab Eisenreich zu verstehen, denn die Förderung für Schulhausneubauten werde aus Mitteln des Sondervermögens des Bundes um zehn Prozent erhöht, was bei den geschätzten Kosten für den 1. Bauabschnitt in Höhe von 22 Millionen Euro eine beträchtliche Summe an zusätzlicher Förderung bedeute. Und für den Kindergarten-Süd erhalte die Stadt 2,5 Millionen Euro an Förderung, das seien Mehreinnahmen von 240 000 Euro.
Hoher Gewerbesteueranteil
Der Gewerbesteuer- und Einkommensteueranteil liege immer noch über 16 Millionen Euro, was bei einem 42-Millionen-Haushalt einen sehr hohen Anteil ausmache.
Eisenreich nannte eine Reihe anstehender Aufgaben für die kommenden Jahre und wiederholte seine Ansage vom letzten Jahr, „dass man sich nicht mehr alles leisten kann“. Die Pflichtaufgaben seien den freiwilligen Aufgaben vorzuziehen.“ Er lobte die 180 Vereine und Verbände in der Gemeinde und bedankte sich für ihre Leistungen.
Da es für Eisenreich bekanntlich der letzte Neujahrsempfang als Bürgermeister war, gab er sichtlich gerührt am Ende seiner Rede zu verstehen: „Es war mir eine Ehre,18 Jahre Bürgermeister in Berching sein zu dürfen.“
Kultur- und Heimatminister Albert Füracker lobte Berching als eine der steuerstärksten Gemeinden und bezeichnete die Vereine als Leistungsträger in unserer Gesellschaft. Dass wir in einer herausfordernden Zeit Leben, betonte wie Füracker auch Landrat Willi Gailler. Er lobte die Arbeit von Ludwig Eisenreich ausdrücklich.
Abt Dr. Beda Sonnenberg ging auf die Machtspiele zwischen Ost und West ein und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die vier Tugenden – Gerechtigkeit, Klugheit, Starkmut und Maßhalten – uns allen innere Stärke geben mögen.