Arbeitslosigkeit in der Oberpfalz: Vor allem in Regensburg sind die Zahlen gestiegen

Bayernweit war die Arbeitslosigkeit zum Jahresende 2025 mit knapp 311.000 Arbeitslosen so hoch wie seit fast 20 Jahren nicht mehr. Die Oberpfalz behauptet sich unter den bayerischen Regierungsbezirken aber dennoch auf Platz zwei.
Markus Schmitz, der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen, wies darauf hin, dass die gemeldeten freien Stellen um 6,2 Prozent gegenüber 2024 zurückgegangen seien und die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit sechs Millionen derzeit kaum mehr wachse.
Spitzenreiter unter den Regierungsbezirken mit der niedrigsten Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent ist weiterhin Schwaben vor der Oberpfalz, deren 25.135 Arbeitslose einer Quote von 3,8 Prozent entsprechen. Gleichauf mit Unterfranken (30 000 Arbeitslose), aber auch mit Oberbayern, wo Ende 2025 exakt 111.423 Personen als arbeitslos registriert worden waren, folgt mit einer Quote von 3,9 Prozent Niederbayern. Hier sind aktuell 29.592 Personen arbeitslos gemeldet. Über dem Bayern-Durchschnitt liegt mit 4,3 Prozent Oberfranken, wo die Stadt Hof mit 7,7 Prozent sogar Bayerns Schlusslicht bildet.
Konkunturelle Ursachen tragen zur Arbeitslosigkeit bei
Auf Bezirksebene ganz unten liegt Mittelfranken (4,6 Prozent) mit der Stadt Nürnberg, deren knapp 22.000 Arbeitslose eine Quote von 7,1 Prozent bedeuten. Während der jahreszeitliche Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember durchaus ähnlich wie in den Vorjahren verlaufen sei, so verweist Fred Gaida, Chef der Arbeitsagentur Regensburg, im Jahresvergleich vor allem auf konjunkturbedingte Ursachen.
Im Bezirk Kelheim, den Landkreisen Neumarkt und Regensburg sowie der Stadt Regensburg stieg die Arbeitslosenquote innerhalb eines Jahres um 0,3 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent – freilich mit starken Unterschieden: Neumarkt schaffte mit 2,6 Prozent das Vorjahresergebnis und Kelheim (3,3 Prozent) verfehlte dieses Ziel nur knapp, während der Landkreis (3,2 Prozent) und vor allem die Stadt Regensburg (5,1) zwischen 0,4 und 0,6 Prozentpunkten weit schlechter abschnitten als Ende 2024.
Insgesamt stabil, aber mit sehr unterschiedlichen Werten, präsentiert sich die Arbeitsagentur Schwandorf mit 9273 Arbeitslosen: Zu der leicht auf 3,7 Prozent angestiegenen Quote trug die mit minus 0,5 Prozentpunkten sogar gesunkene Arbeitslosigkeit in der Stadt Amberg (5,5) ebenso bei wie die Landkreise Cham (3,4) und Amberg-Sulzbach (3,7) mit einem plus von 0,3 Prozentpunkten bei. Exakt auf Vorjahresniveau schloss der Landkreis Schwandorf (3,5 Prozent) das Jahr ab.