Nürnberger Spezialisten behandeln Brandopfer nach Feuer-Katastrophe in Crans-Montana

Nach der Feuer-Katastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana hat das Klinikum Nürnberg ein Brandopfer aufgenommen, das jetzt im Zentrum für Schwerbrandverletzte intensivmedizinisch behandelt wird, wie das Nürnberger Klinikum mitteilt.
„Unser Zentrum für Schwerbrandverletzte ist eines von drei auf schwere Brandverletzungen spezialisierten Zentren in Bayern“, erklärt Moritz Billner, Leitender Oberarzt der Klinik für Plastische, Wiederherstellende und Handchirurgie. Deren Chefarzt Denis Ehrl leitet das Zentrum und arbeitet eng mit Jens Kubitz von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin sowie Karl Bodenschatz von der Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie und Kinderurologie zusammen.
Zentrum mit acht Betten und eigenem OP
Das Nürnberger Zentrum für Schwerbrandverletzte zählt mit seinen acht Betten und einem eigenen Operationssaal zu den größten und modernsten in ganz Deutschland, heißt es in der Mitteilung. „Wir sind interdisziplinär aufgestellt und arbeiten mit einem hoch qualifizierten Team aus plastischen Chirurgen, Anästhesisten, Pflegekräften, Psychologen sowie Ergo- und Physiotherapeuten zusammen“, sagt Kubitz.
„Sowohl aufgrund unserer personellen als auch der technischen Ausstattung sind wir bei solch schlimmen Großschadensereignissen wie jetzt in der Schweiz immer eine wichtige Anlaufstelle – auch wenn es um internationale Hilfe geht. Wir haben dementsprechend weitere Kapazitäten zur Unterstützung angeboten. So konnten wir auch im aktuellen Fall das Brandopfer aus der Schweiz dank dieser interdisziplinären Zusammenarbeit direkt nach der Aufnahme suffizient operativ versorgen.“
Die Klinik sei vorbereitet und könne noch weitere Patientinnen und Patienten aufnehmen „und dazu beitragen, möglichst viele von ihnen optimal zu versorgen“, fasst Kubitz zusammen.