Vereine sorgen dafür, dass es mit Ski und Schlitten bei Althütte wieder klappt

Die Skiabteilungen der Sportvereine aus Waldmünchen und Rötz sorgen für den Liftbetrieb bei Althütte (Landkreich Cham). Damit haben Kinder und Erwachsene nach einem Jahr Pause endlich wieder ihren Trainingshang zurück.
„Der Hang ist einfach optimal, um Skifahren zu lernen“, sagt Felicia Windl. Sie ist in Waldmünchen (Landkreis Cham) aufgewachsen und jetzt mit ihrem Sohn Xaver zu „Besuch bei der Oma“. In den letzten drei Tagen hat Xaver auf dem Hang bei Althütte seine ersten Erfahrungen auf zwei Brettern gesammelt. Fachmännisch teilt er dem Reporter mit: Skifahren ist „gut“. Während er das sagt, rauschen neben ihm mehrere Schlitten den Hang hinab.
Denn gleich zwei Schlepplifte fahren auf dem kleinen Hang bei Althütte: einer für die kleine Schlittenbahn und einer für die Skistrecke. Mehrere Schneelanzetten sorgen ab minus fünf Grad für Schnee und eine Raupe verteilt alles. Dass dies alles funktioniert und in Betrieb ist, ist den Skiabteilungen des TV Waldmünchen und des 1. FC Rötz zu verdanken. Die beiden Vereine teilten sich die tägliche Arbeit, berichtet Hans Lorenz vom TV Waldmünchen. Zum Beispiel jetzt am Montagvormittag sind es Sepp Pfeifer, Dietmar Weidner und Beate und Bernhard Maier. Sie kümmern sich um die beiden Lifte und ums Kassieren der Liftgebühren.

Geklappt habe der Neustart der Lifte dank einer Initiative von Landrat Franz Löffler und Bürgermeister Markus Ackermann mit Michael Wutz, dem Hauptgesellschafter der Eigentümer der Liftanlage, berichtet Lorenz. Die Vereine hätten dabei nicht nur den Betrieb übernommen, sondern sich seit November auch um die Instandsetzung der Lifte und den Ersatz einer der Schneelanzetten gekümmert.
Andrang am Wochenende
Wie groß das Interesse der Skifahrer der Region an dem kleinen Skihang ist, hat der Andrang an diesem Wochenende gezeigt. Da waren die Lifte erstmals für die allgemeine Öffentlichkeit in Betrieb. Man sei komplett ausgelastet gewesen, berichtet Lorenz. Jeder der vorhandenen Schleppbügel sei genutzt worden und alle Schlitten waren ausgeliehen. Die Ferienzeit nutzten auch etliche Skischulen, um die Jüngsten in Kursen auf zwei Brettern zu trainieren.
Lorenz freut sich besonders, dass die Gäste den Zustand der Piste gelobt hätten. Daran sei nicht nur der Neuschneeschuld, sondern auch die Grundlage, die zuvor mit den Schneekanonen geschaffen worden sei, sagt Lorenz. Für die erstmalige Präparation der Schneedecke habe man sich sogar einen Spezialisten aus Hirschau geholt. Jetzt kümmerten sich aber die Vereine selbst um die Aufbereitung der Piste. Die Minustemperaturen der nächsten Tage und Nächte, so Lorenz , werde man gut nutzen, um Kunstschnee zu schaffen. Dann würden auch die letzten bräunlichen Flecken am Rande der Piste verschwinden. Steigen die Temperaturen dann nicht zu stark, dann könnte der Schnee bis in die Faschingssaison hinein reichen, hofft Lorenz. Allerdings muss dafür in der Nacht immer die Schneeraupe unterwegs sein, um die Piste wieder für den nächsten Tag frisch zu machen.
Viel ehrenamtliche Arbeit

Viel ehrenamtliche Arbeit für die beiden großen Skiabteilungen im Norden des Landkreis. Auch wenn Lorenz fast beiläufig sagt: „Wir heißen nicht nur Skiabteilung. Wir wollen auch was für den Skisport tun!“