So erlebt eine Regensburgerin den US-Angriff auf Venezuela

Von Juliana Ried · 4. Januar 2026 um 19:00

Es sollten erlebnisreiche, aber entspannte zwei Wochen werden, die Swetlana Panfilow in Südamerika verbringen wollte. Die 52-Jährige, die in Regensburg als Lebensgefährtin von Reinhard Söll, Inhaber von Odeon Konzerte bekannt ist, musste ihre Reisepläne nun aber aus politischen Gründen ändern. Der Mediengruppe Bayern berichtete sie aus Kolumbien, warum genau.

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Nach dem US-Angriff auf Venezuela flogen die USA den abgesetzten Präsidenten Nicolás Maduro nach New York. Große Teile des karibischen Luftraums allerdings waren gesperrt. Auch die Inseln Aruba und Curaçao, die Teil von Panfilows Reiseplan waren, waren betroffen.

Die Folge: Panfilow, die mit fünf Freunden unterwegs war, verbrachte am Samstag mehrere Stunden am Flughafen von Bogotá in Kolumbien. Letztlich habe sie gegen 20.30 Uhr Ortszeit weiterreisen können nach Santa Marta, eine kolumbianische Stadt am karibischen Meer.

Reise musste umgeplant werden

Auf politische Turbulenzen dieser Art sei sie nicht vorbereitet gewesen, sagt Panfilow. „Ich habe gar nicht damit gerechnet.“ Sie habe „einfach ein Pech“. Just als sie vor zwei Jahren vom georgischen Tiflis nach Armenien habe weiterreisen wollen, sei der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan dazwischengekommen. Diesmal seien wegen des US-Angriffs alle Flüge nach Aruba und Curaçao storniert worden. „Deswegen war so ein Stress.“

Dass sie ihre Reise habe umorganisieren müssen, sei aber nichts im Vergleich mit dem, was Menschen aus Venezuela durchmachen müssten. So sei sie am Flughafen von Bogotá einer Frau aus dem angegriffenen Land begegnet. „Sie hat die ganze Zeit geweint. Sie wusste nicht, was passiert, ob die Verwandtschaft noch am Leben ist.“

USA hatten in der Nacht zum Samstag Venezuela angegriffen

Die USA hatten in der Nacht zum Samstag Venezuela angegriffen und den autoritär herrschenden Maduro gefangen genommen. Sie werfen ihm vor, mit Hilfe der Regierungsmacht illegale Unterfangen wie den Drogenschmuggel vorangetrieben zu haben.

Panfilow erzählt: „Ich lese die ganze Zeit Nachrichten.“ Es sei „Wahnsinn, dass der amerikanische Präsident einfach ein anderes Land angreift“, wobei vorher die Situation für das venezolanische Volk auch nicht einfach gewesen sei. Bereits am Sonntag sei der Luftverkehr Richtung Karibik wieder aufgenommen worden. „Wenn alles gut wird, fliegen wir vielleicht doch nach Curaçao.“