Schnee verursacht dutzende Unfälle in der Oberpfalz: Lkw kippt auf A93 – 450.00 Euro Schaden

Dutzende Unfälle aufgrund winterlicher Straßenverhältnisse hielten am Freitagabend die Polizei in der nördlichen Oberpfalz auf Trab. Am folgenschwersten war ein Lkw-Unfall auf der A93 im Kreis Schwandorf. Hier musste die Autobahn bis in die Morgenstunden gesperrt werden.
Von rund 50 Unfällen berichtet ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Regensburg am späten Freitagabend. Sechs davon mit Personenschaden. Oftmals seien aber auch nur Lkw oder Autos quer gestanden und hätten die Verkehr blockiert. „Unsere Kollegen draußen haben heute viel zu tun“, heißt es.
Am aufwendigsten dabei der Unfall, der sich am Abend auf der A93 zwischen Luhe-Wildenau und Wernberg-Köblitz in Fahrtrichtung Regensburg ereignete. Nach ersten Erkenntnissen war der 40-Tonner mit türkischer Zulassung auf schneebedeckter Fahrbahn unterwegs und musste verkehrsbedingt abbremsen. Aufgrund der winterlichen Witterung und Glätte geriet der Laster ins Rutschen, kam nach rechts von der Fahrbahn ab, fuhr rund vier Meter einen Erdwall hinauf und kippte schließlich um.
24 Tonnen TK-Lachs verteilen sich auf A93
Durch das Umkippen verteilte sich die Ladung des Lkw – rund 24 Tonnen tiefgekühlter Lachs – großflächig auf der Fahrbahn. Mehrere hinter dem Lkw fahrende Pkw konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen und stießen beim Versuch auszuweichen, zusammen. Eine nachfolgende Autofahrerin prallte in das Heck des umgekippten Lkw. Die Fahrerin blieb unverletzt, der Lkw-Fahrer konnte sich selbst aus dem Führerhaus befreien, erlitt leichte Verletzungen und wurde medizinisch versorgt.
Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Rettungsdienst waren mit einem Großaufgebot im Einsatz; insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte vor Ort. Bereits die Anfahrt gestaltete sich aufgrund starken Schneefalls und erheblicher Glätte schwierig. Die Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle und räumten die Ladung von der Fahrbahn.
A93 bis in die tiefe Nacht gesperrt
Die A93 musste für mehrere Stunden vollständig gesperrt werden. Bis gegen 6 Uhr nachts dauerte die Sperre, da sich die Bergungsarbeiten schwierig gestalteten, so die Polizei. Die Autobahnmeisterei Schwandorf richtete an der Anschlussstelle Luhe-Wildenau eine Ausleitung ein. Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschte trotz der Ferienzeit starker Feierabendverkehr und es bildete sich ein etwa fünf Kilometer langer Stau. Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Weiden nahmen den Unfall auf. Ersten Schätzungen zufolge liegt der durch den Verkehrsunfall entstandene Sachschaden bei mindestens 450.000 Euro.
Schon am Freitagmittag musste die A93 aufgrund zweier Unfälle bei winterlichen Straßenverhältnissen gesperrt werden. In den anderen bayerischen Polizeipräsidien, etwa in Mittelfranken, Oberbayern-Nord oder -Süd, sprach man von einem normalen Abend im Januar. „Einige Blechschäden wegen Schneeglätte hat man im Winter immer“, so ein Sprecher in Rosenheim.