Im Pfarrgarten soll Offenstettens Dorfplatz entstehen

Von Wolfgang Abeltshauser · 4. Januar 2026 um 17:00

Es war eine lange Geburt: Jetzt steht aber fest, an welcher Stelle der gewünschte Dorfplatz in Offenstetten entstehen soll. Aber weitere Entscheidungen stehen bei dem Thema im Abensberger Ortsteil noch aus.

Es ist dann doch der Pfarrgarten gegenüber dem Wasserschloss, der zum Dorfplatz umgestaltet werden soll. Er war in der jüngeren Vergangenheit im Fokus als Standort dafür. „Wir haben mit der Pfarrei deswegen einen Erbpachtvertrag abgeschlossen“, berichtet Bürgermeister Bernhard Resch.

Wie berichtet sind in den vergangenen Monaten innerhalb der Ortsgemeinschaft Stimmen laut geworden, die eine kommunale Fläche entlang der Straße Am Sommerkeller gegenüber des Friedhofs befürworteten. Diese Fläche hatte man auch ursprünglich im Blick dafür – gemeinsam mit dem Platz sollte dort ein inklusiver Garten entstehen. Allerdings erschien dieses Areal immer schon ein wenig abseits für einen Dorfplatz, der ja auch ein Dorfzentrum sein soll.

Ortsmitte ist ausschlaggebend

In mehreren Gesprächsrunden mit den Vereinsvorständen habe man sich laut Bürgermeister jetzt endgültig für den Pfarrgarten ausgesprochen. Er liegt eben mitten im Ort – anders als die Alternativfläche, die sich am Ortsausgang Offenstettens befindet. Der Platz mitten im Ort sei Voraussetzung dafür, dass man Städtebaufördermittel dafür erhalte.

Der Rathaus-Chef kündigt für das Frühjahr mehrere Workshops im Abensberger Ortsteil an, bei denen die Bevölkerung ihre konkreten Ideen für den Dorfplatz einbringen könne. Grundsätzliches Vorbild sei die Situation in Sandharlanden. Dort ist vor einigen Jahren in der Ortsmitte ein Platz entstanden, der mittlerweile für verschiedenste Aktivitäten genutzt wird. Auch dort war die Bevölkerung laut Resch in die Planung eingebunden.

Sind die Offenstettener Wünsche erst einmal in ein Konzept zusammengefügt, soll ein Planer einen Entwurf fertigen. Das Ziel sei, diesen noch in diesem Jahr vorliegen zu haben.

Inklusiver Garten am Ortsrand

Die Ortsgestaltung soll auch anderweitig weitergehen: Verabschiedet hat man sich dabei mittlerweile aber von dem Plan, den Dorfplatz und einen inklusiven Garten an derselben Stelle zu verwirklichen. Grund sei laut Bürgermeister die Topographie im Pfarrgarten. Dort müsse man vom Eingang bis in den hinteren Bereich doch einige Höhenmeter überwinden. Das sei für Menschen mit Handicap schlichtweg nicht der richtige Ort. Deshalb soll der Garten schon beim Sommerkeller entstehen.

Gewünscht ist weiter ein inklusiver Spielplatz, der bei früheren Ideensammlungen für die Ortsgestaltung genannt wurde. Auch hier habe man sich schon auf einen Standort geeinigt. Entstehen soll der Platz beim TSV-Gelände, auf dem sich bereits ein klassischer Spielplatz befindet. Laut Bürgermeister sei man seitens des Vereins damit einverstanden, weil das Projekt das Clubgelände aufwerte.