CWU Schwarzhofen präsentierte Liste – Gemeinde hat in Zukunft viel zu tun

Von Ralf Gohlke · 23. Dezember 2025 um 11:00

Die Christliche Wähler Union (CWU) im Markt Schwarzhofen hat kürzlich ihre Kandidatenliste für die Kommunalwahl am 8. März 2026 aufgestellt. In ihren Hochzeiten war die CWU mit fünf Sitzen im Gremium vertreten, 2020 hatten es nur noch zwei Vertreter dorthinein geschafft.

„Trotzdem haben wir uns stets konstruktiv und mit eigenen Anregungen eingebracht“, betonte Marktrat Josef Ruider, der die Aufstellungsversammlung in der Dorfscheune von Schönau leitete.

Auch mal ein „Nein“

Er lobte die Zusammenarbeit mit den übrigen Ratsmitgliedern, ließ aber auch nicht unerwähnt, dass beide Vertreter stets mit „Nein“ gestimmt hätten, wo die Meinungen zu weit auseinander gegangen wären.

Zusammen mit Marktrat Josef Fink senior vermittelte er den Anwesenden einen Überblick der Themen, die es in den vergangenen fünf Jahren zu bewältigen gegeben habe. Das reichte von der Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Schönau in Richtung Althammer, über das neue Baugebiet im Hauptort bis hin zur Dorferneuerung in Denglarn. Bedauert wurde in dem Zusammenhang, dass das Flurbereinigungsverfahren und die Dorferneuerung in Zangenstein am Widerstand einiger Weniger gescheitert sei. „Ich kann das Amt für ländliche Entwicklung verstehen, wenn es die ihm zur Verfügung stehenden Gelder lieber dorthin vergibt, wo sie willkommen sind“, sagte Ruider deutlich.

Er stellte klar, dass hier eine Chance vertan worden sei, die in Sachen Brücken-, Kanal- und Straßensanierung einiges erleichtert hätte. Der Markt allein werde das nicht schultern können. Und damit waren beide auch schon beim aktuell „größten Brocken“, der Sanierung der Dr.-von-Ringseis-Schule. „Leider sind Gemeindefinanzen kein Wunschkonzert“, ergänzte Josef Fink die Aufstellung der anstehen Arbeiten mit einem voraussichtlichen Bedarf von noch vier Millionen Euro. Es sei immer ein Abwägungsprozess, was sinnvoll und was Prestige sei.

Förderungen ausschöpfen

Zur weiteren Auflistung gehörten die erweiterte Ausstattung des Bauhofes, die Erweiterung des Kindergartens, die Sanierung des „Roten-Marterl-Weges“ sowie der Bau des Steges für Radfahrer und Fußgänger über die Schwarzach. Dazu wurde erwähnt, dass es meistens gelänge, die möglichen Förderungen in vollem Umfang auszuschöpfen.

Als buchstäblich „abendfüllendes Thema“ habe sich in den jüngsten Sitzungen die Windkraftplanung durch den regionalen Planungsverband erwiesen. Ruider zeigte sich zufrieden, dass die Einsprüche des Marktes, auch auf Grund der Visualisierung durch den 2. Bürgermeisters Franz Stockerl (CSU), weitgehend berücksichtigt worden seien.

Derzeit in Planung sei die Erweiterung des Bauhofes mit einer Halle. Die Verlegung des Recyclinghofes sei damit nicht mehr notwendig. „Es hat sich viel getan und es gibt noch viel zu tun“, sagte Josef Ruider am Ende seiner Ausführungen. Dem schloss sich zunächst noch eine rege Diskussion über den Erhalt der Grundschule an, der allerdings nicht grundsätzlich in Frage gestellt wurde, wenn Schwarzhofen auch weiterhin als Wohnort für junge Familien attraktiv bleiben solle.

Ortsteile gut vertreten

Beim Abstimmungsverfahren wurden seitens der Wahlberechtigten keine Einwände gegen die Reihung der Kandidaten auf der Vorschlagsliste erhoben. Ebenso wurde die Abstimmung darüber en bloc einstimmig gebilligt. Am Ende stimmten alle zwölf anwesenden Wahlberechtigten für den Wahlvorschlag. „Ich freue mich, dass wir relativ kurzfristig eine so gute Mannschaft zusammenstellen konnten“, sagte Josef Ruider am Ende. Josef Fink ergänzte, hier sei ein guter Querschnitt bei den Berufen und den Ortsteilen erkennbar. Das Thema „Bürgermeisterkandidat“ wurde weder erwähnt noch erörtert.

Diese Kandidaten stehen auf der Liste:

Platz 1 bis 6: 1. Josef Ruider, Dipl.-Ing. (FH) technischer Leiter am Landratsamt; 2. Hans Plößl, Kfz-Mechaniker; 3. Alexander Weiß, Fliesenleger Meister; 4. Bastian Obendorfer, kaufmännischer Angestellter; Sandra Fink-Lorenz, Krankenschwester; 6. Sebastian Süß, Personalleiter

Platz 7 bis 12: 7. Christoph Frey, Regierungsinspektor; 8. Michael Ippisch, Landwirt; 9. Josef Fink junior, Beamter; 10. Anton Turban; Kfz-Meister/Rentner; 11. Reiner Biebl, Drahtzieher; 12. Josef Fink senior, Rentner

Ersatzkandidaten: Richard Süß, Rentner; Volker Hessenauer, Kfz-Meister; Gisela Beinhölzl, Hausfrau