Feuer bricht in Chamer Fotogeschäft aus: Drei Verletzte und 250.000 Euro Schaden

Von Thomas Mühlbauer · 20. Dezember 2025 um 09:20

Zu einem nächtlichen Großeinsatz ist es in der Nacht auf Samstag in der Chamer Innenstadt gekommen. Gegen 1 Uhr riefen Sirenen und Piepser die Feuerwehren aus Cham, Katzberg, Katzbach und Altenmarkt zum Einsatz in einem brennenden Chamer Fotogeschäft.

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Wie die Polizei gegenüber der Mediengruppe Bayern informierte, war in einem Ladennebenraum des Fotogeschäftes Baumann in der Hafnerstraße in Cham ein Feuer ausgebrochen. Die Inhaber, die über dem Geschäft wohnen, wurden durch den Rauchmelder auf den Brand aufmerksam und gingen ins Geschäft um nachzusehen, wo sie den offenen Brand entdeckten.

Treppenhaus verraucht durch Brand: 64-Jährige von Feuerwehr gerettet

Eigene Löschversuche mittels eines Feuerlöschers scheiterten, so die Polizei. Die Leitstelle in Regensburg löste daraufhin Alarm aus. Denn es ging auch darum, eine weitere Bewohnerin des Gebäudes (64) zu retten, die sich nicht mehr selbst ins Freie bringen konnte, nachdem das Treppenhaus bereits verraucht war.

Brandursache bisher unbekannt

Kreisbrandinspektor Marco Greil lässt auf Nachfrage wissen: „Ein Trupp ging zur Personenrettung vor und rettete die 64-jährige mittels einer Fluchthaube. Der zweite Trupp nahm sich der Brandbekämpfung an. So konnte das offene Feuer rasch unter Kontrolle gebracht werden.“

Wie die Polizei dazu wissen lässt, erlitten alle drei Personen leichte Verletzungen. Den Sachschaden am Gebäude, vor allem durch den Rauch, beziffert die Polizei auf vorerst 250.000 Euro.

Einsatzleiter: Sehr intensiver Einsatz für Feuerwehr

Markus Reittinger, Chams Feuerwehrkommandant, sagt auf MZ-Nachfrage: „Es war ein Brand mit einer massiven Verrauchung.“ Ein Feuerwehr’ler der Chamer Wehr ging im Innenhof mit einer Steckleiter zur Wohnung der Bewohnerin vor. Anschließend wurde diese mittels einer Fluchthaube über das Treppenhaus gerettet. Wie der Einsatzleiter an der Brandstellelle des Weiteren erklärt, war das Treppenhaus bereits massiv verraucht. Reittinger sagte außerdem, dass der Einsatz einen massiven Verbrauch an Atemschutzgeräteträgern nach sich zog und so auch für die Feuerwehr sehr fordernd war.

Am Samstag waren Brandermittler vor Ort, um der Ursache genauer auf den Grund zu gehen. Über die Brandursache ist so bislang noch nichts bekannt.

Wie Kreisbrandinspektor Marco Greil, der zusammen mit Kreisbrandmeister Thomas Wittmann und Chams Kommandant Markus Reittinger den Einsatz leitete informierte, waren die Wehren rund drei Stunden in der Innenstadt gebunden, denn die Nachlöscharbeiten unter Atemschutz waren sehr zeitintensiv. Aus diesem Grund wurde auch noch der Gerätewagen Atemschutz der Feuerwehr Furth im Wald nachalarmiert.