Die Söder-Gegner „abwatschen“? Mainburger CSU-Frau erntet nach Statement bei Phoenix TV viel Kritik

Hannelore Langwieser, langjährige CSU-Kommunalpolitikerin aus dem Kreis Kelheim, platzte nach dem schlechten Wahlergebnis für Parteivorsitzenden Markus Söder im TV der Kragen. Mancher attestierte ihr ein seltsames Demokratie-Verständnis. So sieht die Delegierte mit wenigen Tagen Abstand ihre Äußerung.
CSU-Chef Markus Söder fuhr am vergangenen Wochenende beim Parteitag mit 83,6 Prozent sein bislang schlechtestes Ergebnis ein. Hannelore Langwieser, eine der niederbayerischen Delegierten, wollte nach der Wahl am liebsten die mehr als 100 Nein-Stimmenden „abwatschen“. So wetterte die Mainburgerin in ein Mikrofon des TV-Senders Phoenix.
Sie vermutete hinter den Nein-Stimmen persönliches Nachtarocken über „Kleinigkeiten“, weil etwa hier oder da Wünsche nicht erfüllt worden seien. Dem Parteivorsitzenden in geheimer Wahl die Unterstützung zu versagen, nannte Langwieser „feige“.
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Auf Social Media erntete die Mainburgerin für diese Äußerungen viel Häme und Kritik. Mit ihrem Demokratieverständnis wäre sie „bei der SED richtig zuhause gewesen“, ist da zu lesen. „Trump und Putin teilen ihre Ansichten“. Oder: „Bei der CSU darf es nur Ja-Sager geben.“
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Sie habe auch Rückendeckung und Zuspruch erhalten, kontert Langwieser im Telefonat mit unserer Zeitung am Montag. Mancher sagte ihr: „Es müsste mehr Leute, wie dich geben.“ Ihr sei es nicht um 100 Prozent für Söder gegangen, sondern um ein geschlossenes Zeichen für den Parteivorsitzenden nach außen, sagt sie. Zu ihrer Meinung stehe sie nach wie vor. Auch wenn sie mit ein paar Tagen Abstand zu sich selbst sage: „Hannelore, halte doch mal deinen Rand.“