Anschlag auf Weihnachtsmarkt im Raum Dingolfing vereitelt: Was wir wissen – und was nicht

Von Passauer Neue Presse · 14. Dezember 2025 um 13:34

Die Nationalitäten der Verdächtigen sind bekannt. Darüber hinaus gibt es aber noch nicht viele Informationen zu den mutmaßlichen Plänen für einen Anschlag im Raum Dingolfing.

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Wegen der mutmaßlichen Vorbereitung eines Anschlags auf einen Weihnachtsmarkt im Raum Dingolfing sind fünf Männer festgenommen worden. Viele Fragen zu dem Fall sind noch offen.

Reaktion von Dingolfing-Landaus Landrat Bumeder: „Ich bin geschockt“

Was wir wissen

Bei den Festgenommenen handelt es sich laut der Generalstaatsanwaltschaft München um einen 56-jährigen Ägypter, einen 37-jährigen Syrer und drei Marokkaner im Alter von 22, 28 und 30 Jahren.

Der Ägypter, ein islamischer Prediger, soll laut derzeitigem Ermittlungsstand in einer Moschee im Raum Dingolfing-Landau zu einem Anschlag aufgerufen haben. Das von ihm ausgegebene Ziel war es laut Generalstaatsanwaltschaft, „möglichst viele Menschen zu töten oder zu verletzen“.

Die drei Marokkaner sollen sich bereit erklärt haben, den Anschlag auszuführen. Ihnen wird vorgeworfen, sich zum Mord bereiterklärt zu haben. Der Syrer soll die Männer in ihrem Entschluss bestärkt haben.

Die Festnahme erfolgte am Freitag. Am Samstag wurden die Männer dem Haftrichter vorgeführt. Gegen vier von ihnen ergingen Haftbefehle – einer wurde in Präventivgewahrsam genommen.

Die Generalstaatsanwaltschaft geht von einer islamistischen Tatmotivation der Verdächtigen aus. Der Anschlag sollte demnach mit einem – nicht näher spezifizierten – Fahrzeug verübt werden.

Geleitet wurde der Einsatz von der für Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus zuständigen Zentralstelle der Generalstaatsanwaltschaft. Auch das Landesamt für Verfassungsschutz war beteiligt. Ein ausländischer Nachrichtendienst war den Angaben zufolge nicht involviert.

Die Weihnachtsmärkte im Landkreis Dingolfing-Landau laufen weiter. Das sagte Landrat Werner Bumeder (CSU) der Mediengruppe Bayern. Die Polizeipräsidien Niederbayern sowie München und Nürnberg, wo es große Weihnachtsmärkte gibt, halten es nicht für notwendig, die Sicherheitsmaßnahmen zu verschärfen. Ein möglicher Anschlag mit einem Fahrzeug sei in den Konzepten bereits berücksichtigt.

Die Männer hatten wohl noch kein konkretes Ziel ausgesucht – weder Ort noch Tag. Dem bayerischen Innenminister Herrmann zufolge wurden die mutmaßlichen Pläne der Festgenommen in einem frühen Stadium unterbunden.

Was wir nicht wissen

Wann der Anschlag hätte stattfinden sollen und wie weit die angeblichen Pläne gediehen waren, war zunächst ebenfalls offen.

Wo die Verdächtigen gefasst wurden, ist bislang nicht bekannt. Nach Informationen der Mediengruppe Bayern ist der Zugriff im Bereich des Grenzübergangs Suben erfolgt, also im Grenzgebiet zu Österreich. Die Generalstaatsanwaltschaft bestätigte dies nicht. Woher der Hinweis auf die Männer kam, wurde nicht öffentlich gemacht.

Zu den genauen Hintergründen wird ermittelt. Es gelte die Unschuldsvermutung, betonte die Generalstaatsanwaltschaft.