Feuer bei DEZ in Regensburg: Hunde-Retter verletzt – Polizei nennt Details zu Brandursache

Von Philip Hell · 2. Dezember 2025 um 05:00

Brandkatastrophe kurz vor Weihnachten: Eine Regensburgerin verliert in den Flammen ihr Hab und Gut – nun läuft eine Spendenaktion an. Die Hunde der Frau kamen dabei nur knapp mit dem Leben davon.

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Wie berichtet brannte es am vergangenen Dienstag in Weichs. Die Feuerwehr rückte mit rund 60 Einsatzkräften an, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Gerufen hatte sie ein Anwohner. Dass er den Brand bemerkte, sei ein Zufall gewesen, schildert der Weichser der MZ. Er habe gerade einheizen wollen, holte dafür Holz vom Balkon, da fiel ihm der massive Rauch auf. Nur Augenblicke später hörte er jemanden nach einem Feuerlöscher rufen. „So etwas kennt man sonst nur aus dem Fernsehen.“

Ich weiß gar nicht, was zuerst da war. Die Flammen oder die Feuerwehr.Anwohner

Schnell wurde dem Weichser klar: Ich muss helfen. Er rief die Feuerwehr. „In so einer Ausnahmesituation muss man aber schon überlegen: Ist das schon die richtige Nummer?“ Ein wenig aufgeregt sei er schon gewesen. Innerhalb kürzester Zeit rückten die Retter an. „Ich weiß gar nicht, was zuerst da war. Die Flammen oder die Feuerwehr.“

Der Vorfall habe ihm einmal mehr vor Augen geführt, wie schnell etwas Derartiges passieren kann, sagt der Regensburger. Er sei froh, dass die Flammen nicht auf andere Gebäude übergesprungen seien. Er wünsche der betroffenen Nachbarin alles Gute.

Brand in Regensburg: „Lara braucht Hilfe“

Inzwischen gibt es eine Spendenaktion für das Brandopfer. Unter der Überschrift „Lara braucht nach schrecklichem Hausbrand unsere Hilfe“ wird auf der Plattform „Gofundme“ Geld gesammelt. Die Verwüstungen in der Wohnung seien so schlimm, dass sie auf lange Zeit unbewohnbar bleiben werde, heißt es in dem Text. Davon betroffen sei auch Lara, die Hunde pflege. Die beiden Tiere, die sich zum Zeitpunkt des Brandes im Haus befanden, seien laut Spendenaufruf gerettet worden.

Wie nun bekannt wird, wurde der Retter der Tiere, ein Anwohner, bei dieser Aktion leicht verletzt. Das bestätgte Thomas Hasler, Sprecher Polizeiinspektion Regensburg Nord, der Mittelbayerischen Zeitung auf Nachfrage. Der Mann musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Lara hat ihr Zuhause in wenigen Minuten verloren.Spendenaufruf

In dem Spendenaufruf heißt es weiter: „Lara hat ihr Zuhause in wenigen Minuten verloren und steht jetzt mit den katastrophalen Schäden, die so ein Brand hinterlässt, alleine da.“ Daher bitte man um Unterstützung. Insgesamt wollen die Organisatoren 10.000 Euro sammeln. Nach rund fünf Tagen sind bislang 1000 Euro zusammengekommen. Das Geld soll der Betroffenen weiterhelfen und so kurz vor Weihnachten etwas Hoffnung schenken.

Brand im Regensburger Norden: Das sagt die Polizei zur Brandursache

Polizeisprecher Thomas Hasler bestätigt ebenfalls, dass die Wohnung derzeit nicht bewohnbar sei. Die Räume seien nach wie vor völlig verraucht. Nach bisherigem Stand gehen die Ermittler davon aus, dass es bei dem Brand zu einem Schaden in sechsstelliger Höhe gekommen ist. Die genaue Schadenshöhe könne man derzeit noch nicht beziffern. Die Polizei, so Hasler, gehe zudem davon aus, dass ein Heizstrahler, beziehungsweise ein Heizlüfter zu dem Brand geführt hat.

Die Regensburger Feuerwehr brachte den Brand schnell unter Kontrolle. - Foto: Philip Hell

Anfangs war unklar, wie heftig der Brand tatsächlich ist. Die Behörden warnten die Bevölkerung per App vor gefährlichen Brandgasen. Auch ein Feuerwehrsprecher berichtete vor Ort, dass das Feuer schon von der Nibelungenbrücke aus zu sehen war. Recht schnell war allerdings klar, dass keine Personen mehr im Haus waren. Die Hunde hatte zuvor ein Anwohner in Sicherheit gebracht.

Brand in Regensburg: PV-Anlage sorgt bei der Feuerwehr für Schwierigkeiten

Die Flammen breiteten sich zügig auf den Dachstuhl aus. Der Feuerwehr gelang es dennoch, den Brand zügig unter Kontrolle zu bringen – wenngleich es im Inneren des Dachstuhls durchaus unübersichtlich gewesen sei. Zudem sorgte eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach dafür, dass sich die Löscharbeiten in die Länge zogen. Die Nachlöscharbeiten dauerten länger als in anderen Fällen, betonte der Sprecher der Berufsfeuerwehr am Rande des Einsatzes.

Neben der Berufsfeuerwehr waren die Löschzüge Weichs und Schwabelweis der Freiwilligen Feuerwehr Regensburg vor Ort. Auch Polizei und Rettungsdienst eilten nach Weichs.