Abensberg will Studie zur Wärmeplanung

Von Wolfgang Abeltshauser · 28. November 2025 um 15:00

Bei der Stadtratssitzung am Mittwochabend hatte Bürgermeister Bernhard Resch (Landwähler Offenstetten) gute Nachrichten im Gepäck. Man kann jetzt bei einem wichtigen Infrastrukturprojekt für die Stadt den nächsten Schritt machen.

Der Rathaus-Chef teilte mit, dass mittlerweile der Förderbescheid für das erste Modul der kommunalen Wärmeplanung in Abensberg angekommen ist. Dabei geht es um die notwendige Machbarkeitsstudie, die zu 50 Prozent vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird.

Resch blickte in der Sitzung zurück: Mittels einer Potenzialanalyse sind wie berichtet die Abensberger Innenstadt und der Bereich An den Sandwellen als geeignete Areale festgestellt worden, die mittels Wärmenetz mit Energie versorgt werden könnten.

Vergabe im Januar geplant

Nun soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, mittels der unter anderem mögliche regenerative Energieträger herausgefunden und ein erster Kostenrahmen abgesteckt werden sollen. Der Rat beschloss, die Studie auszuschreiben – mit dem Ziel, sie im Januar an ein Fachbüro zu vergeben.

„Ich kann das nur befürworten, wir benötigen Zahlen und Fakten“, sagte Fritz Zeilbeck (Landwähler Offenstetten). Der grundsätzliche Plan ist bekanntlich, zusammen mit Neustadt a. d. Donau Abwärme der Bayernoil als Energieträger zu nutzen. Jüngst hatte Neustadts Bürgermeister Thomas Memmel gegenüber dieser Zeitung erklärt, dass man in seiner Stadt derzeit versuche, Großabnehmer mit ins Boot zu bekommen. Ratsmitglied Richard Zieglmeier (Grüne) berichtete von einer Unterhaltung seinerseits mit Memmel, in der dieser gesagt habe, im Januar werde sich entscheiden, ob das gelinge.

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Deshalb sollte in Zieglmeiers Augen Abensberg bei dem Projekt jetzt auch aufs Tempo drücken. Resch betonte, dass man nach wie vor im von vorn herein abgesteckten Zeitplan sei. Heinz Kroiss (FDP) befand, dass mögliche Anschlussnehmer sich wohl erst dann entscheiden werden, wenn der Wärmepreis feststeht. Und dafür sei es erst einmal wichtig zu wissen, wie die Situation in Neustadt ist.

Harald Hillebrand (Freie Wähler) vertritt die Meinung: „Das Projekt steht und fällt mit den Anschlussnehmern, und da habe ich so meine Zweifel.“ Resch betonte, dass man eigene Heizquellen erschließen müsse, falls das gemeinsame Projekt mit der Nachbarstadt nicht zustande kommt. Auch für diesen Fall soll die Machbarkeitsstudie Antworten bringen.

Es gibt schon Vorarbeiten

Wie berichtet arbeitet die Kommune bereits seit einigen Jahren daran, Wärmenetze für die Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung zu stellen. Ursprünglich hatte man vor, im Bereich des ehemaligen Elektrizitätswerks eine Heizzentrale einzurichten, mittels der die Innenstadt mit Wärme versorgt werden sollte. Bestehende Wärmenetze sollten erweitert werden. Als dann per Gesetz die Verpflichtung kam, einen richtiggehenden Wärmeplan für die gesamte Kommune zu erstellen, wurden die Vorarbeiten an diesem Projekt erst einmal auf Eis gelegt.

Beschlossen hat der Abensberger Stadtrat eine neue Satzung über den Aufwendungs- und Kostenersatz für die Einsätze und andere Leistungen der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt, nachdem sich wie berichtet schon der Finanzausschuss für neue Gebührensätze in diesem Bereich ausgesprochen hatte. Laut Resch habe man die Gebühren turnusgemäß überprüft und angepasst, um weiterhin örtlichen Gegebenheiten zu entsprechen.