Regenpeilstein gedenkt der Gefallenen

Roding/Regenpeilstein. Mit einem feierlichen Kirchenzug vom Gerätehaus der Feuerwehr, angeführt von der Blaskapelle Kerscher sowie den Führungskräften der örtlichen Wehr und der Partnerwehr aus Wiesing, begleitet von Bürgermeisterin Alexandra Riedl, machten sich die Teilnehmer auf den Weg zur Burgkapelle.
Dort zelebrierte der Rodinger Ruhestandsgeistliche Pfarrer Wolfgang Schwarzfischer den Gedenkgottesdienst zum Volkstrauertag. Die Blaskapelle umrahmte die Messfeier würdevoll.
In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Schwarzfischer an den Christkönigssonntag, den letzten im Kirchenjahr. Während Christus sein Volk mit Güte und Liebe führe, seien viele weltliche Machthaber ausschließlich auf Einfluss und Erfolg bedacht.
„Deshalb wollen wir heute besonders der Opfer von Macht und Brutalität gedenken“, betonte der Geistliche. Im Anschluss an die Messfeier zogen die Wehren zum Gedenkstein für die gefallenen und vermissten Kameraden der beiden Weltkriege sowie für die Opfer des Terrors unserer Zeit.
Nach einem gemeinsamen Gebet spendete Pfarrer Schwarzfischer den Segen. Bürgermeisterin Alexandra Riedl erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass sich heuer das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal jährt. Große Teile Europas seien damals in Trümmern gelegen, die Menschen hätten sich nach Frieden gesehnt. „Genauso ergeht es heute den Menschen in der Ukraine und im Gazastreifen, wo ebenfalls Krieg herrscht“, so Riedl. Der Volkstrauertag sei daher von besonderer Bedeutung, um an die Schrecken der Vergangenheit und Gegenwart zu erinnern. Jeder Staatsmann wisse, wie viel Leid ein Krieg über die Bevölkerung bringe, dennoch werde er weiterhin als Mittel zur Konfliktlösung eingesetzt. Deshalb rücke auch die Rolle der Bundeswehr wieder stärker in den Fokus. „Wir zeigen unsere Verbundenheit mit unseren Soldatinnen und Soldaten und hoffen inständig, dass alle wohlbehalten aus ihren Auslandseinsätzen zurückkehren“, sagte die Bürgermeisterin. Gerade in diesen Zeiten gelte es, für Frieden, Freiheit und Demokratie einzustehen.
Kommandant Benjamin gab das Kommando „Stillgestanden“, während die Blaskapelle das Lied „Ich hatt’ einen Kameraden“ anstimmte und drei Böllerschüsse die einbrechende abendliche Stille durchbrachen – ein mahnendes Zeichen für die Schrecken des Krieges. Abschließend dankte er Pfarrer Schwarzfischer für die würdevolle Gestaltung des Gedenkens und Bürgermeisterin Riedl für ihre eindringlichen Worte.