Neue Gruppierung in Roding: „Frauenstimme“ peilt ein bis zwei Stadtrats-Mandate an

Von Thomas Mühlbauer · 23. November 2025 um 15:00

Bei der Stadtratswahl in Roding (Landkreis Cham) möchte man mit der Liste Frauenstimme antreten. - Foto: Thomas Mühlbauer

Mit vollem Elan haben sich am Donnerstagabend in der Rodinger Stadthalle (Landkreis Cham) elf Frauen ans Werk gemacht, für die anstehende Stadtratswahl im März 2026 eine eigene Liste auf die Beine zu stellen. Diese wird den Namen „Frauenstimme“ tragen.

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Bettina Werner, eine der Initiatorinnen der Liste, sagte zu Beginn: „Heute ist ein besonderer Tag.“ Denn mit der Gründung der neuen Wählergruppe möchte man ein Zeichen für Frauen in der Politik in Roding setzen. So habe man sich zum Ziel gesetzt, sich in der Politik einzubringen, mitzudenken und diese mitzuprägen. Wichtig, so Werner in ihrem Eingangsstatement, ist der neuen Wählergruppe, dass man sich zu keiner Partei hingezogen fühlt. Ziel ist es, den Frauen in Roding eine Stimme zu geben, die sichtbar und hörbar wird.

Ziel: Mehr Gleichgewicht

Aktuell gehören dem Rodinger Stadtrat mit Renate Hecht, Verena Graßl, Kerstin Haberzeth, Andrea Leitermann sowie Bürgermeisterin Alexandra Riedl fünf Frauen an. Dem Vernehmen nach, so Werner, scheiden zwei Frauen freiwillig aus dem Stadtrat aus, da sie sich nicht mehr zur Wahl stellen. Deshalb lautet das klare Ziel, wie es Bettina Werner formulierte: „Wir möchten, dass wieder ein wenig mehr Frauen im Stadtrat sind, um ein bisschen ein Gleichgewicht wiederherzustellen.“

Dabei sagte Bettina Werner, dass die Männer weiterhin ein wichtiger Part im Stadtrat bleiben, allerdings bringen Frauen mitunter einen anderen Blickwinkel ein. Gemeinsam begab man sich nun auf die Suche nach einem Namen für die Liste. Die Wahl fiel dabei einstimmig auf den Namen „Frauenstimme“. Bis die neue Gruppierung aber zur Wahl zugelassen wird, gibt es noch einige bürokratische Hürden zu meistern. Zunächst wird Anfang Dezember, im Raum steht aktuell der 4. Dezember, die offizielle Nominierungsversammlung stattfinden. Anschließend gilt es, 180 Bürger davon zu überzeugen, auf der Unterstützungsliste, die in der Stadtverwaltung ausgelegt wird, zu unterschreiben. Erst dann, wenn diese Hürde erfolgreich gemeistert wurde, wird die Gruppe zur Stadtratswahl zugelassen.

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Und dabei machten die anwesenden Frauen auch klar, dass man zur Stadtratswahl antritt, um ein bis zwei Mandate abzuräumen. Dass dieses Ziel nicht unrealistisch ist, wird ganz schnell beim Blick auf die Namen deutlich, die auf der Liste auftauchen werden.

Wie Bettina Werner aber sagte, sei man jederzeit auch noch dafür offen, wenn Frauen mitmachen möchten. Diese dürften sich jederzeit melden. Und auch das Argument der politischen Vorerfahrung räumte Bettina Werner geschickt zur Seite: „Wir haben unsere eigenen Erfahrungen gemacht, wir brauchen keine politischen Vorerfahrungen. Wir sind breit gefächert und möchten unsere eigenen Schwerpunkte setzen.“

Viele Themen im Fokus

Einige dieser Themen präsentierte die Gruppe bereits. Unter anderem will man sich der medizinischen Versorgung in Roding gerade im Hinblick auf Frauen und Kinder annehmen und das Freizeitangebot für Familien (Spielplätze) im Auge behalten, um nur zwei Themen zu nennen. Viele weitere Themen wurden bereits angerissen. Diese wird man, wie Bettina Werner sagt, aber noch im Detail ausarbeiten, um diese dann zeitnah zu präsentieren.

Interessierte können sich melden

Die aktuelle Liste: Bettina Werner, Anne Dawah, Beate Geschwendner, Theresa Spagl, Susanne Premm, Rebecca Krüger, Alexandra Sammereier, Stefanie Wachter, Barbara Kerscher, Claudia Janker, Elke Schwarzfischer, Waltraud Schmid, Andrea Trinkerl, Sonja Baumer.

Interessenten: Interessierte an der Frauenstimme dürften sich jederzeit auch gerne noch bei einem der Kandidaten melden, um sich noch auf der Liste zu engagieren und mitzumachen.