Vier Unfälle in kürzester Zeit

Bad Kötzting/Grafenwiesen. Der erste Schneefall sorgte am Donnerstagmorgen in und um Bad Kötzting für Unfälle. Auf Höhe Gadsdorf prallte ein Geländewagen in einen Lastwagen, auf Höhe Haiberg bei Grafenwiesen kam eine Autofahrerin auf den Seitenstreifen und schlitterte dann in die Leitplanke. Doch das war noch nicht alles, denn diese Unfälle zogen weitere Folgeunfälle nach sich.
Wie die Polizei Bad Kötzting in einer Pressemeldung mitteilt, fuhr ein 22-Jähriger mit seinem Subaru-Geländewagen von Lederdorn nach Bad Kötzting. Aufgrund der schnee- und eisglatten Fahrbahn geriet er laut Pressemeldung ins Schleudern. Er kollidierte mit einem entgegenkommenden Milchlaster, schleuderte dreimal um die eigene Achse und kam dann im Straßengraben zum Stehen.
Am zweiten Unfall bei Gadsdorf waren laut Polizei zwei Autos beteiligt, welche von Lederdorn Richtung Bad Kötzting unterwegs waren. Ein 33-jähriger Skoda-Fahrer bremste aufgrund des Milchlaster-Unfalls ab. Als der hinter ihm fahrende 27-jährige Skoda-Fahrer bremste, kam er ins Schleudern und fuhr auf den Wagen des 33-Jährigen auf. Der 27-jährige Unfallverursacher wurde mit leichten Verletzungen mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.
Wagen abgeschleppt
Das Auto des 27-Jährigen wurde abgeschleppt, der Wagen des 33-Jährigen war weiterhin fahrbereit. Insgesamt entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 10 000 Euro. Während der Unfallaufnahme wurde die Straße durch die Freiwillige Feuerwehr für knapp zwei Stunden komplett gesperrt, teilt die Polizei Bad Kötzting mit. Die Leitstelle Regensburg alarmierte die Feuerwehren aus Gehstorf, Lederdorn und Bad Kötzting. Von den Aktiven wurde der Streckenabschnitt zwischen Lederdorn und Bad Kötzting komplett gesperrt und die Unfallstelle ausgeleuchtet. Die Feuerwehr Bärndorf wurde, so Kreisbrandinspektor Andreas Bergbauer, der zusammen mit Kreisbrandmeister Florian Heigl vor Ort war, nachalarmiert, um die Abfahrt nach Bärndorf zu sperren. Vom BRK-Rettungsdienst wurden drei Fahrzeuginsassen vor Ort behandelt und in Krankenhäuser transportiert, so BRK-Rettungsdienstleiter Dominik Lommer. Von Seiten des BRK waren neben dem Notarzt zwei Rettungswagen vor Ort. Der Streckenabschnitt war ab 8 Uhr wieder befahrbar.
Gegen 5.30 Uhr war eine 21-jährige Autofahrerin mit ihrem Mini auf der Staatsstraße 2140 von Grafenwiesen kommend unterwegs, als sie in Höhe Haiberg auf den glatten Seitenstreifen geriet, in die Leitplanke schlitterte und dann auf die gegenüberliegenden Fahrbahn geschleudert wurde. An diese Einsatzstelle wurden die Feuerwehren Grafenwiesen und Sperlhammer alarmiert die den Streckenabschnitt sperrten und über Schönbuchen umleiteten. Zudem wurde, so Kreisbrandmeister Konrad Kellner, die Unfallstelle gereinigt. Die Fahrerin wurde bei dem Unfall nicht verletzt. An Sachschaden bezifferte die Polizei hier auf 5000 Euro am Fahrzeug sowie 500 Euro an der Leitplanke.
Es kracht nochmal
Auch bei diesem Unfall kam es zu einem Folgeunfall. Kurz vor der Unfallstelle hatte eine Autofahrerin (18) mit ihrem Seat die Situation erkannt und abgebremst. Dies übersah jedoch eine weitere Fahrerin (24) mit ihrem Ford, die zwar versuchte, zu bremsen, doch aufgrund der Glätte auf den Seat auffuhr. Die Ford-Fahrerin kam im Straßengraben zum Stehen. Beide Autos waren jedoch fahrbereit. Es entstand ein Schaden von 7000 Euro.
