Voller Erfolg: Landesgartenschau in Furth im Wald verkauft 227.368 Tagestickets

Von Alexander Frimberger · 19. November 2025 um 15:37

Bisher war ja nur bekannt, dass an den Eingängen zur Landesgartenschau (LGS) in Furth im Wald (Landkreis Cham) 401.465 Besuche registriert worden sind. Die wirklich spannende Frage ist aber, wie viele Tickets insgesamt verkauft wurden. Das Geheimnis hat Geschäftsführerin Claudia Knoll bei einem Pressetermin am Mittwoch gelüftet – und weitere Zahlen verraten.

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Strahlende Gesichter im LGS-Büro in der Dr.-Adam-Voll-Straße: Die Auswertung der Statistik hat ergeben, dass 11.279 Dauerkarten verkauft worden sind. „Die letzte Dauerkarte hat am 30. August den Besitzer gewechselt“, sagt Knoll.

6314 Hunde hat man gezählt

Eine durchaus beeindruckende Zahl präsentiert sie dann: Demnach wurden 199.485 Tagestickets ausgegeben. Darin enthalten sind ermäßigte Eintrittskarten für Senioren über 65 Jahren (52.110) und 91 229 reguläre Tageskarten für Erwachsene. Ebenfalls dabei: Eintritte mit der Guti-Gästekarte (5668). Auch wenn sie kostenlosen Eintritt hatten, Kinder bis sechs Jahre (11.833) und bis 17 Jahre in Begleitung von Erwachsenen (25.681) tauchen in der Gesamtzahl ebenfalls auf. Die 6314 gezählten Hunde laufen außer der Reihe. Nach Freyung und Kirchheim ist Furth im Wald übrigens erst die dritte Gartenschau, die auch Vierbeiner durchs Drehkreuz gelassen hat. Laut Knoll hat es damit überhaupt keine Probleme gegeben. Die Fellnasen blieben unauffällig, die Besitzer haben brav die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge entfernt.

Weitere Tageskarten, die eigens geführt werden, sind diejenigen, die über die Obst- und Gartenbauvereine zu vergünstigten Preisen verkauft wurden (15.426) sowie Kommissions-Tickets (12.457). Die sind zum Teil auch noch nicht abgerechnet. In diese Kategorie fallen zum Beispiel Busunternehmen, die nicht nach Karten, die sie bekommen haben, abgerechnet werden, sondern danach, wie viel sie dann tatsächlich verkauft haben.

Durchschnittlich fast 3000 Besucher pro Tag

Ebenfalls nicht in diese Statistik gehen Eintritte von Ehrenamtlichen, Ausstellern und Mitarbeitern ein.

Der Computer hat natürlich noch weitere interessante Eckdaten ausgespuckt. So war der 3. Oktober der besucherstärkste Tag (9107). Die LGS-Geschäftsführerin führt das auf das herrliche Wetter nur zwei Tage vor dem Ende der Schau zurück. Mit 517 Interessierten trägt der 22. September die rote Laterne. Durchschnittlich hat man 2903 Besuche pro Tag erreicht. Kalkuliert hatte man mit 2100 Besuchen pro Tag, wäre so auf die angepeilten 300.000 gekommen. Die Hürde ist also locker genommen worden.

Das Interesse an der LGS war groß. - Foto: Simon Tschannerl

„Insgesamt ist das ein super Ergebnis“, lautet Knolls Fazit. Auch finanziell bewege man sich im Rahmen. Einige Dinge sind noch nicht abgerechnet, die Ausschreibung für den Parkplatzrückbau läuft noch und zum Teil mussten Verträge verlängert werden. Doch seitens der Landesgartenschau bleibt es bei dem großen Ziel, dass der Anteil von drei Millionen Euro, den die Stadt übernehmen muss, nicht überschritten wird.

Wie sehr die Further ihre Gartenschau geliebt haben, drückt sich auch in dem Umstand aus, dass immer wieder anklingt, die Drachenstadt solle doch die LGS-Lücke im kommenden Jahr schließen und übernehmen. Hintergrund: Tittmoning war der Kandidat für kommendes Jahr, hat aber schließlich abgesagt. Das, so Knoll sei aus verschiedenen Gründen nicht möglich. „Ganz persönlich glaube ich auch, dass man so etwas nicht wiederholen kann.“ Es würden immer Vergleiche gezogen werden.

Wer sich noch eine Erinnerung an die unvergessliche Zeit mit nach Hause nehmen möchte, der hat dazu ab Samstag, 29. November, die Gelegenheit. Im Haus am Stadtplatz 18 öffnet ein LGS-Shop. Die Öffnungszeiten sind noch nicht festgelegt aber er wird längstens bis Ende Januar geöffnet bleiben. Dort werden ganz besondere Einkaufstaschen und Kulturbeutel angeboten.

Taschen und Dokumentation

Diese werden aus den Mesh-Planen, die mit der LGS-Werbung bedruckt sind, genäht. Rund 500 Stück sind es geworden. Außerdem hat man eine Dokumentation angefertigt, die 64 Seiten haben soll. 1500 Stück werden gedruckt. Der Preis soll bei circa zehn Euro liegen.

Claudia Knoll (li.) und Heidi Wolf (Öffentlichkeitsarbeit) präsentieren Taschen und die Dokumentation, die sehr bildlastig sein wird. - Foto: Alexander Frimberger

Rekordgäste werden gesucht

Wie Claudia Knoll mitteilt, haben zwei Personen im positiven Sinn den Vogel abgeschossen.

Der Inhaber der Dauerkarte mit der Nummer 130.499.360.18 war an 125 Tagen auf der Landesgartenschau und hat diese 165 Mal besucht. Das heißt, er war an manchen Tagen mehrfach auf dem Gelände. Die zweite Person mit der Nummer 130.497.794.26 war an 103 Tagen vor Ort und hat 179 Besuche zu verzeichnen. „Wir haben aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Namen“, sagt Knoll. Deswegen würde man sich wünschen, die Karteninhaber melden sich im LGS-Büro. Als Dankeschön für die besondere Treue würden die beiden Personen ein Präsent erhalten.