Einer schießt Tore, der andere wehrt ab

Cham/Landkreis. Sportlich gesehen ändert sich 2026 nicht viel bei der Sparkasse: Der eine im Team stürmt und schießt die Tore, der andere wehrt mögliche Eigentore ab. An den Platz von Franz Wittmann als Vorstandsvorsitzender kommt ab August Jonathan Stich, der seit einem Jahr in Cham ist. An seine Stelle im Vorstand rückt nun Sparkassen-Insider Markus Robl.
Die Auswechslung, die am Mittwoch Landrat Franz Löffler – um im sportlichen Bild zu bleiben – als Teammanager vorstellte, bedeutet für die Sparkasse einen Generationenwechsel. Schließlich waren Franz Wittmann und Theo Schneidhuber, der bereits im Ruhestand ist, jahrzehntelang die Gesichter des „Team Red“ in Cham, wie sich die Sparkasse werbewirksam umschreibt.
Das Ziel: Erfolg fortsetzen
Stich ist 1985 geboren, sein Partner Robl 1977 – beide haben also noch einige Jahre vor sich, um den Erfolgsweg jüngerer Vergangenheit der Sparkasse weiterzugehen und das Geldinstitut für die Zukunft gut zu wappnen. Schon körperlich ist da, durch die Brille des Sportsmannes betrachtet, im Sturm bald ein neues Pfund auf dem Platz – statt des leichtgewichtigen Flügelflitzers Franz Wittmann kommt mit Jonathan Stich körperliche Präsenz ins Spiel – ein Ballhalter par excellence, der auch mal Risiko geht. Hierbei wird ihn Markus Robl, der bisher als Bereichsdirektor für Kredite verantwortlich zeichnete, künftig als Abwehrchef im Vorstandsteam bremsen dürfen, wenn nötig. Er tritt an die Stelle von Jonathan Stich in den Vorstand ein, der wiederum den Vorsitz übernimmt.
Landrat Franz Löffler erläuterte, wie es zu dem neuen Doppel gekommen sei. Man habe vor zwei Jahren einmal eine Führungspersönlichkeit gesucht, die von außen in die Leitung der Sparkasse dazustoßen will, neue Ideen und Blickwinkel mitbringt. Zum anderen sei für ihn auch klar gewesen, auch einer gewissen Beständigkeit Gewicht zu verleihen, eine Person, die aus der Sparkasse selbst kommt und sich mit ihr identifiziert.
Aus einer ganzen Reihe von Bewerbungen, was auch für die Chamer Sparkasse spreche, seien Jonathan Stich und Markus Robl ausgewählt worden. Er sehe beide als Team, die sich gegenseitig ergänzen, nicht immer einer Meinung sind, doch gemeinsam und professionell die Themen angehen: „Man hat spüren können: Die verstehen sich!“ Daher sei es dieses Tandem geworden, mit dem die Sparkasse ab August 2026 weiterhin bestmöglich aufgestellt sei, so Löffler. Er wünsche dem Duo alles Gute.
Der Region dienen
Jonathan Stich betonte das bisher schon gute Zusammenspiel mit Markus Robl. Von den Stärken und der jeweiligen Persönlichkeit ergänze man sich gut, um die Sparkasse auf Erfolgskurs zu halten. Es gehe dabei nicht um Gewinnmaximierung, sondern darum, der Region und den Kunden bestmöglich zu dienen. Es gehe auch darum, das Eigenkapital weiter zu stärken, um die Eigenständigkeit der Bank zu sichern und das Flaggschiff Sparkasse im Landkreis gut in die Zukunft zuführen.
Auch Markus Robl betonte die Rolle der Sparkasse als Partner der Region, was auch in schwierigen Zeiten gelten müsse. Es sei wichtig, eine stabile Sparkasse zu haben und nah am Kunden zu sein. Im Team werde man sich finden und vorwärtskommen. Landrat Franz Löffler hob hervor, dass das Duo Wittmann/Schneidhuber die Sparkasse im Landkreis Cham zurück in die Erfolgsspur gebracht habe.
Das Chamer Haus gehöre heute von den Eckdaten her zu den besten in ganz Bayern, sei gesund aufgestellt und für die Menschen und die Wirtschaft der Region da. Man habe sich als Landkreis mit der Sparkasse im Boot Steuerkraft und Wohlstand erarbeitet. Diese auch künftig zu erhalten, in zunehmend herausfordernden Zeiten, sei eine Aufgabe für das neue Vorstandsteam. Er habe da keine Angst, so der ausscheidende Vorstandsvorsitzende Franz Wittmann – das Duo harmonisiere, das Haus werde in guten Händen weitergeführt.