Schwert im Zug, Böller im Auto: Bundespolizei stoppt zwei Männer in Furth im Wald

Von Mittelbayerische Zeitung · 11. November 2025 um 13:27

Bei Kontrollen am Grenzübergang Furth im Wald haben Bundespolizisten am Montag illegale Böller und ein Schwert sichergestellt. Ein 20-jähriger Autofahrer und ein 32-jähriger Zugreisender müssen sich nun wegen Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz verantworten.

Wie die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen mitteilt, kontrollierten Beamte am Montagnachmittag gegen 15.10 Uhr am Grenzübergang Furth im Wald/Schafberg einen 20-jährigen Syrer, der mit einem Auto einreisen wollte. Der Mann konnte zwar eine gültige deutsche Aufenthaltserlaubnis vorzeigen, führte jedoch keinen Pass mit sich.

Unter dem Fahrersitz entdeckten die Polizisten 64 verbotene Böller mit einer Nettoexplosivmasse von 124 Gramm. Sie stellten die Feuerwerkskörper sicher. Zudem ergaben sich Hinweise, dass der 20-Jährige unter Drogeneinfluss stand. Ein freiwilliger Test bestätigte den Verdacht, woraufhin die Beamten die Weiterfahrt untersagten.

Ermittlungen in mehreren Fällen eingeleitet

Das Bundespolizeirevier Furth im Wald leitete Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz, das Gesetz über die Beförderung gefährlicher Güter, die Gefahrgutverordnung, das Aufenthaltsgesetz und das Straßenverkehrsgesetz ein. Nach Abschluss der Maßnahmen durfte der Mann weiterreisen, sein Begleiter übernahm das Steuer.

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Gegen 20.30 Uhr kontrollierten Fahndungskräfte in einem Zug aus Prag einen 32-jährigen Mexikaner. Auf Nachfrage, ob er gefährliche Gegenstände mitführe, übergab der Mann den Beamten ein Schwert mit einer Klingenlänge von 75 Zentimetern. Da er kein berechtigtes Interesse zum Führen der Waffe nachweisen konnte, wurde das Schwert sichergestellt.

Auch in diesem Fall ermittelt die Bundespolizei wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Der Mann durfte seine Reise ohne Schwert fortsetzen.